Flugsicherheit in Britannien Verkehrsministerium veröffentlicht Schwarze Liste

Die Briten reagieren auf den Flugzeugabsturz in Ägypten: Das Verkehrsministerium veröffentlichte eine Liste der Fluggesellschaften, die wegen Sicherheitsmängeln und Verstößen in Großbritannien keine Landeerlaubnis haben. Ein Abgeordneter hatte gefordert, die seit Jahren bestehende Liste publik zu machen.


London - Zuvor hatte sich heraus gestellt, dass die Schweiz der ägyptischen Unglückslinie Flash Airlines keine Landeerlaubnis erteilt hatte. "Wenn eine Regierung eine Fluggesellschaft aus ihrem Luftraum ausschließt, dann muss sie dafür gute Gründe haben", erklärte der britische Parlamentsabgeordnete David Wilshire der BBC, "und wir haben das Recht zu erfahren, ob es vernünftig ist, mit einer bestimmten Gesellschaft zu fliegen". Das Verkehrsministerium gab auf die Forderung Wilshires die Schwarze Liste zur Veröffentlichung frei.

Vor allem Fluggesellschaften aus den ehemaligen Ostblockländern sowie aus afrikanischen Kriegsstaaten stehen auf der Liste der Briten. Dazu gehören alle Fluglinien von Äquatorial-Guinea, Gambia, Liberia und Tadschikistan, außerdem Star Air und Air Universal aus Sierra Leone, Kyrgyzstan Airlines (Kirgisien), Air Bosna (Bosnien), RAF-AVIA (Lettland), Enimex (Estland), Central Air Express (Kongo), Albanian Airlines (Albanien), Cameroon Airlines (Kamerun), InterTransAir (Bulgarien) und Air Memphis (Ägypten).

Großbritannien habe sehr strenge Sicherheitsbestimmungen in der Luftfahrt, sagte der britische Verkehrsminister Tony McNulty. Eine Landeerlaubnis verweigere das Königreich nicht nur bei Verstößen gegen internationale Sicherheitsstandards sondern beispielsweise auch gegen das Einwanderungsgesetz.



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