Flugzeugabsturz Aaliyahs Pilot hatte Kokain im Blut

Möglicherweise ist der Flugzeugabsturz, bei dem im vergangenen Jahr die amerikanische Soulsängerin Aaliyah starb, auf Drogenmissbrauch im Cockpit zurückzuführen. Nach einem Autopsiebericht soll der Pilot Kokain und Alkohol im Blut gehabt haben.

Das Privatflugzeug war im August 2001 auf den Bahamas abstürzt. Augenzeugen hatten damals berichtet, die mit neun Personen besetzte Maschine sei Sekunden nach dem Start wie ein Stein vom Himmel gefallen und in Flammen aufgegangen.

Unter Berufung auf einen Bericht der Behörden berichtet die US-Website "E!Online" nun, bei der Autopsie seien im Blut des Piloten Alkohol und Kokain festgestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im vergangenen Sommer bestätigt, dass der Pilot zwölf Tage vor dem Unglück wegen Kokainbesitzes zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt worden war. Zudem hieß es damals, der 30-Jährige sei nicht autorisiert gewesen, die zweimotorige Cessna 402 zu fliegen.

Die 22-jährige Aaliyah war mit ihrem Team zu Dreharbeiten für ein Musikvideo auf den Bahamas gewesen. Das Unglück geschah, als sich die Gruppe auf dem Rückflug nach Florida befand. Möglicherweise war das Flugzeug durch die Ausrüstung des Kamerateams überladen. Augenzeugen hatten auch berichtet, dass einer der beiden Motoren ausgefallen sei.

Die Familie der Sängerin hatte im Mai Klage gegen das Plattenlabel Virgin Records eingereicht. Das Musik-Unternehmen habe nachlässig und verantwortungslos gehandelt, hieß es in der Klageschrift.

Die im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborene Aaliyah stand schon im Alter von elf Jahren in Las Vegas auf der Bühne. Nach ihrem Album "One in a Million" im Jahr 1996 gab sie im Jahr 2000 ihr Debüt als Schauspielerin in dem Kinofilm "Romeo Must Die".

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