Flugzeugabsturz im Himalaja Alle Opfer tot geborgen – Blackbox gefunden

Niemand hat das Flugzeugunglück in Nepal überlebt. Einsatzkräfte haben 22 Leichen entdeckt. Die Blackbox des Fliegers wird nun zur Untersuchung nach Kathmandu gebracht.
Absturz in Nepal: Flugzeugwrack in den Bergen

Absturz in Nepal: Flugzeugwrack in den Bergen

Foto: Fishtail Air / dpa

Einsatzkräfte haben das letzte der 22 Todesopfer des Flugzeugabsturzes im Himalaja geborgen. Dies teilte ein nepalesischer Armeesprecher auf Twitter mit.

Die Leichen sollen demnach von der Unglücksstelle auf mehr als 4000 Meter Höhe im Vorgebirge des Himalajas in die Hauptstadt Kathmandu gebracht werden, sobald sich das Wetter bessere. Die Leichen sollen identifiziert und anschließend an die Angehörigen übergeben werden.

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Die BBC  sowie die Nachrichtenagentur Asian News International  berichten zudem, die Blackbox des Flugzeugs sei gefunden worden. »Der Cockpit-Voice-Recorder, auch bekannt als Blackbox des Flugzeugs, wurde an der Absturzstelle geborgen«, zitiert die BBC einen Sprecher der nepalesischen Zivilluftfahrtbehörde (CAAN): »Wir bereiten uns darauf vor, die Blackbox mit einem Hubschrauber nach Kathmandu zu fliegen.«

Neben zwei Deutschen aus Hessen waren auch 16 Nepalesen und vier Inder an Bord des Flugzeugs gewesen. Nach Polizeiangaben dauerten die Bergungsarbeiten wegen schlechten Wetters länger als erwartet.

Unfallträchtige Strecke

Die Flugsicherung hatte am Sonntagmorgen den Kontakt zu der Maschine der nepalesischen Fluggesellschaft Tara Air verloren. Der Flieger war mit 19 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Pokhara – einem beliebten Touristenziel rund 200 Kilometer westlich von Kathmandu – nach Jomsom gewesen, ein eigentlich rund 15- bis 20-minütiger Flug. Die Flugroute Pokhara-Jomsom gilt als eine der unfallträchtigsten Strecken in Nepal. Seit 1997 starben nach Angaben der »Nepali Times« bei fünf Flugzeugabstürzen auf dieser Strecke mindestens 74 Menschen.

Die Fluggesellschaft gibt auf ihrer Internetseite  an, dass sie auf einer Liste anerkannter Fluggesellschaften der deutschen TUI Group stehe und dass alle zwei Jahre Sicherheitsanalysen durchgeführt würden. Von TUI heißt es, dass diese Angaben falsch seien und man weder Geschäftsbeziehungen mit der Airline habe noch Audits durchführe. »Im Gegenteil: Es wird von der Nutzung der Airline abgeraten«, so TUI.

Das Ministerium für Zivilluftfahrt hatte am Montag angekündigt, dass es eine Untersuchung zu dem Absturz geben werde.

ptz/dpa
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