Flugzeugabsturz im Kongo Unklarheit über tote Passagiere

Zwei Tage nach dem Flugzeugunglück im Osten des Kongos haben Rettungskräfte weitere Leichen aus dem Trümmern geborgen. Ob und wie viele Passagiere der Unglücksmaschine ums Leben kamen, bleibt unklar.


Goma - Insgesamt gingen die Behörden heute von mindestens 44 Toten aus. 146 Menschen wurden laut einer Zählung der Vereinten Nationen verletzt und mussten ärztlich behandelt werden. Es blieb weiter unklar, ob auch Passagiere der Unglücksmaschine ums Leben gekommen waren.

Behörden sprachen von zwei Toten, die Fluggesellschaft Hewa Bora sagte hingegen, alle 85 Menschen an Bord hätten überlebt. "Ungefähr 50 sind in Krankenhäusern", sagte Unternehmenssprecher Dirk Cramers in Goma.

Beide Flugdatenschreiber wurden gefunden, Experten sollten schon bald mit der Auswertung beginnen, um die Unglücksursache zu ermitteln.

Die Maschine vom Typ DC-9 war am Dienstag über die Landebahn in Goma hinausgeschossen und in ein belebtes Marktviertel gerast. Die meisten Insassen konnten von den sechs Besatzungsmitgliedern und von herbeigeeilten UN-Soldaten gerettet werden, bevor das Flugzeug zerbrach und in Flammen aufging.

Die meisten Opfer und Verletzten gab es in dem angrenzenden Viertel. Nach ersten Zeugenberichten wurde vermutet, dass ein geplatzter Reifen und eine zu kurze Landebahn das Unglück ausgelöst hatten.

jjc/AP



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.