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25. März 2013, 08:23 Uhr

Tote Schweine in chinesischem Fluss

Kadaverflut angeblich fast vorbei

Noch immer ist nicht geklärt, wie die vielen tausend Schweinekadaver in einen Fluss in Shanghai geraten sind. Immerhin scheint die Flut verendeter Tiere jetzt nachzulassen - und Gewebeproben liefern den Behörden eine erste Spur.

Peking - Die mysteriöse Flut toter Schweine in einem Fluss in Shanghai lässt nach offiziellen Angaben endlich nach. "Die Wasserbehörde hat die Aufgabe so gut wie beendet, tote Schweine aus dem Wasser zu fischen", gab die Stadtverwaltung bekannt. Am Sonntag wurden demnach noch 98 tote Tiere geborgen, am Samstag 93 Kadaver. In den ersten Tagen waren es jeweils Hunderte Schweine gewesen.

Insgesamt wurden seit Beginn der Schweineflut mehr als 16.000 tote Tiere aus dem Fluss gezogen. Die Behörden in Shanghai zählten bis Sonntagnachmittag 10.924 Kadaver, in der angrenzenden Provinz Zhejiang waren es nach Angaben von vergangener Woche 5528.

Shanghai hatte Landwirte aus der Stadt Jiaxing in Zhejiang beschuldigt, die Schweine in den Fluss Huangpu geworfen zu haben, nachdem die Tiere an einer Krankheit gestorben waren. Vertreter der Stadt hingegen erklärten, dass die Kadaver nicht ausschließlich aus Jiaxing stammen könnten.

In Gewebeproben war ein Virus gefunden worden, der unter Schweinen häufig vorkommt, den Angaben zufolge jedoch keine Gefahr für Menschen darstellt. Der Fluss Huangpu liefert 22 Prozent des Trinkwassers von Shanghai.

rls/AFP

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