Tote Schweine in chinesischem Fluss Kadaverflut angeblich fast vorbei

Noch immer ist nicht geklärt, wie die vielen tausend Schweinekadaver in einen Fluss in Shanghai geraten sind. Immerhin scheint die Flut verendeter Tiere jetzt nachzulassen - und Gewebeproben liefern den Behörden eine erste Spur.

Aufräumarbeiten am Huangpu: Bisher fischten die Behörden 16.000 Kadaver aus dem Fluss
AP

Aufräumarbeiten am Huangpu: Bisher fischten die Behörden 16.000 Kadaver aus dem Fluss


Peking - Die mysteriöse Flut toter Schweine in einem Fluss in Shanghai lässt nach offiziellen Angaben endlich nach. "Die Wasserbehörde hat die Aufgabe so gut wie beendet, tote Schweine aus dem Wasser zu fischen", gab die Stadtverwaltung bekannt. Am Sonntag wurden demnach noch 98 tote Tiere geborgen, am Samstag 93 Kadaver. In den ersten Tagen waren es jeweils Hunderte Schweine gewesen.

Insgesamt wurden seit Beginn der Schweineflut mehr als 16.000 tote Tiere aus dem Fluss gezogen. Die Behörden in Shanghai zählten bis Sonntagnachmittag 10.924 Kadaver, in der angrenzenden Provinz Zhejiang waren es nach Angaben von vergangener Woche 5528.

Shanghai hatte Landwirte aus der Stadt Jiaxing in Zhejiang beschuldigt, die Schweine in den Fluss Huangpu geworfen zu haben, nachdem die Tiere an einer Krankheit gestorben waren. Vertreter der Stadt hingegen erklärten, dass die Kadaver nicht ausschließlich aus Jiaxing stammen könnten.

In Gewebeproben war ein Virus gefunden worden, der unter Schweinen häufig vorkommt, den Angaben zufolge jedoch keine Gefahr für Menschen darstellt. Der Fluss Huangpu liefert 22 Prozent des Trinkwassers von Shanghai.

rls/AFP



insgesamt 8 Beiträge
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Meckerliese 25.03.2013
1. ich fass es nicht
Was ist das nur für ein Volk das sich selber das Wasser vergiftet. Die Veranwortlichen gehören gleich aufgehängt wenn sie erwischt sind.
derletztdemokrat 25.03.2013
2. War in Deutschland
Zitat von MeckerlieseWas ist das nur für ein Volk das sich selber das Wasser vergiftet. Die Veranwortlichen gehören gleich aufgehängt wenn sie erwischt sind.
lange nicht anders. Oben im Fluß Nidda bei Frankfurt hat eine Kupfer verarbeitende Firma ihre Abwässer eingeleitet und unten im Fluß haben die Menschen im Freibad geplanscht. Die Hinterlassenschaften aus der Toilette für die Badegäste plumste direkt in einen Altarm, und wurde nur durch Schlacke geschützt, dass die dicken Dinger nicht direkt ins Becken für die Nichtschwimmer gerieten. Es gibt in Deutschalnd immer noch Flüsse, in die niemand seine Hand reinstecken darf. Der Kalibergbau steckt dahinter. Sie scheinen noch sehr jung zu sein.
endrag 25.03.2013
3. In Deutschland
Will man die Beeinträchtigung des Trinkwassers nicht einzelnen Bauern überlassen, sondern großindustriell mit Fracking und CCS für eine Gefährdung des Grundwassers sorgen. Dagegen sind ein paar tausend tote Schweine im Fluss geradezu harmlos. Selbst unter Wasserschutzgebieten wurde in Deutschland schon befrackt, obwohl es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über die mittel- und langfristigen Folgen gibt. In China versucht die Politik die Wasserverschmutzung einzudämmen, in Deutschland wurde letztes Jahr die Errichtung riesiger (1,3 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr) CO2-Endlager erlaubt und in diesem Jahr Fracking in Deutschland geregelt, so dass Rösler vom Einstieg in diese Technologie in Deutschland spricht.
hai_shang 25.03.2013
4. Fassbar
Wer erinnert sich noch an die Rattenplage in Hunan, einer zentralchinesischen Provinz im Jahr 2007? War das noch jemals eine weitere Meldung wert? Ist deswegen auch nur ein Chinese bekanntermaßen gestorben, erkrankt, verletzt worden? Was ist los mit den Medien hier? Sind sie alle auf bildniveau herabgesunken? Hier ein Video aus der Zeit der Rattenplage aus dem chinesischen Fernsehen: Yueyang Mouse Invasion '07 (v2) - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=oxDpM47w-v8) Bei dem in dem Spiegel-Artikel geschilderten Fall der 16.000 Schweine handelt es sich weder um einen Unmwelt- noch um einen Lebensmittelskandal, wie inder hiesigen Presse kolportiert wurde (siehe z.B.: Lebensmittelskandal in Shanghai: Tote Schweine im Fluss - SPIEGEL ONLINE - Panorama (http://www.spiegel.de/fotostrecke/lebensmittelskandal-in-shanghai-tote-schweine-im-fluss-fotostrecke-94260.html)) Das Datum zeigt übrigens, daß der ärgerliche Zwischenfall die hiesigen Medien schon über 2 Wochen beschäftigt... Haben Sie Ihre Fassung mittlerweile wieder gewinnen können, Meckerliese? Wenn nicht, hoffe ich, Ihnen mit diesem kleinen Beitrag dabei geholfen zu haben.
hasenherz 25.03.2013
5. Aber natürlich ist das ein Skandal!
Und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit! In China schmeisst man Tiere (fühlende, leidende, intelligente Spezies) in den Fluß - in Deutschland liegen sie hinter den Mastanlagenhallen. Jede Nation geht menschenverachtend mit den Tieren um - und nennt sie nur noch "Lebensmittel". Tiere werden wie Sklaven gehalten, ausgebeutet und grausamst hingerichtet, weggeworfen. Egal wo auf dieser Welt! Es ist eine Katastophe was 7 Milliarden Menschen anrichten! Eine einzige Spezies vernichtet Millionen anderer Spezies! Die Welt ist Vegan - wenn Du es willst!
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