Zur Ausgabe
Artikel 19 / 68
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Chaos bei Daten Folgekosten für EU-Unternehmen sind zwei Jahre nach Ende des »Privacy Shield«-Abkommens weiterhin unklar

aus DER SPIEGEL 27/2022

Zwei Jahre nach dem Ende des »Privacy Shield«-Abkommens zur Datenübermittlung zwischen der EU und den USA sind die Folgekosten für EU-Unternehmen weiterhin unklar. Wie aus der Antwort auf eine Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner hervorgeht, hat die EU-Kommission keine derartige Bewertung vorgenommen. Das Gleiche gilt für mögliche Kosten in der EU, sollte Google Analytics EU-weit verboten werden. Die Datenschutzbehörden Frankreichs und Österreichs haben das Statistiktool bereits als unvereinbar mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eingestuft.

DER SPIEGEL 27/2022
Foto:

[M]: J.H. Darchinger / Friedrich-Ebert-Stiftung; Getty Images

The article you are reading originally appeared in German in issue 27/2022 (July 1st, 2022) of DER SPIEGEL.

SPIEGEL International

Mit Google Analytics verfolgen Internetseiten-­Betreiber das Verhalten der Nutzer, die Daten gehen an den US-Konzern. Der Europäische Gerichtshof hat »Privacy Shield« im Juli 2020 gekippt, seitdem herrscht Rechtsunsicherheit; die US-Senatorin Maria Cantwell sah transatlantischen Handel »im Wert von mehr als einer Billion Dollar gefährdet«. Zwar hat die Kommission sich Ende März mit Washington im Grundsatz auf ein neues Abkommen geeinigt – mit dem Inkrafttreten rechnet sie aber erst im Frühjahr 2023. »Es ist nicht zu erwarten, dass das zukünftige Abkommen die Bürgerrechte ausreichend schützen wird«, kritisiert FDP-Mann Körner.

mbe
Zur Ausgabe
Artikel 19 / 68
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.