Engagement für Obdachlose Frank Zander mit Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet

Frank-Walter Steinmeier hat in Berlin ehrenamtlich engagierte Menschen ausgezeichnet. Unter den Geehrten ist auch Frank Zander. Der Sänger veranstaltet seit Mitte der Neunzigerjahre Weihnachtsaktionen für Obdachlose.
Sänger trifft Bundespräsident: Frank Zander und Frank-Walter Steinmeier

Sänger trifft Bundespräsident: Frank Zander und Frank-Walter Steinmeier

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Mehr als 20 Jahren lang lud Sänger Frank Zander Obdachlose zu Gänsebraten und Showprogramm: Nun ist der 80-Jährige für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet worden. »Sie alle haben das Leben vieler Menschen verbessert, wärmer gestaltet«, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Zeremonie in Berlin an Zander und weitere Geehrte gerichtet.

Außer Zander wurden am internationalen Tag des Ehrenamts acht Frauen und sechs Männer für ihren »herausragenden Einsatz für das Zusammenleben in Deutschland«, ausgezeichnet.

Steinmeier rief im Rahmen der Verleihung dazu auf, das Problem der Obdachlosigkeit in Deutschland anzupacken. »Es ist mir seit Langem ein Herzensanliegen, dass niemand in unserem Land ohne Dach über dem Kopf leben muss«, sagte er. Viele der Geehrten unterstützten Menschen ohne Obdach. »Aber klar ist: Das Ehrenamt allein kann natürlich nicht alle Probleme lösen, deshalb ist auch die Politik in der Pflicht«, sagte Steinmeier.

Zander organisiert seit 1995 ein jährliches Weihnachtsessen in Berlin für tausende Obdachlose. In den vergangenen beiden Jahren musste das Event zwar pandemiebedingt ausfallen, dafür verteilte Zander aus einem Foodtruck heraus Mahlzeiten an Bedürftige, verteilte Geschenke und Schlafsäcke. Der 1942 in Berlin geborene Musiker wurde bereits 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet – einer anderen Stufe des Verdienstordens.

bbr/dpa/AFP
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