Von einfahrendem ICE erfasst Mann soll Achtjährigen vor Zug gestoßen haben - Junge stirbt

Ein Achtjähriger ist in Frankfurt von einem Zug erfasst worden und gestorben. Die Polizei geht davon aus, dass ein Mann den Jungen ins Gleisbett gestoßen hat.

Frank Rumpenhorst/ DPA

Im Frankfurter Hauptbahnhof ist ein achtjähriges Kind von einem einfahrenden Zug erfasst und getötet worden. Nach derzeitigem Stand hat ein Mann ein Kind ins Gleisbett gestoßen, wie die Polizei mitteilte. Es werde wegen eines Tötungsdelikts ermittelt.

Der 40-Jährige soll auch die Mutter des Jungen ins Gleisbett gestoßen haben. Die Frau habe sich aber retten können, teilte die Polizei mit. Sie werde betreut, sagte ein Sprecher.

Das Kind war laut Polizei am Bahnsteig 7 von dem einfahrenden ICE erfasst worden und erlitt tödliche Verletzungen. Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, wurde später außerhalb des Bahnhofs mithilfe von Passanten festgenommen.

Ausfälle und Verspätungen

Am Hauptbahnhof sei es zu einem "massiven Polizeieinsatz" gekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Auch die Feuerwehr war mit zahlreichen Kräften im Einsatz.

Am Hauptbahnhof wurden die Gleise 4 bis 9 für mehrere Stunden gesperrt. Es kam zu Ausfällen und Verspätungen, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte. Wann die Gleise wieder freigegeben werden könnten, sei unklar.

Erst am 20. Juli war im Bahnhof der nordrhein-westfälischen Stadt Voerde eine 34 Jahre alte Mutter vor einen Regionalzug gestoßen und getötet worden. Der 28-jährige Tatverdächtige sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Der Mann soll sich der Frau wortlos von hinten genähert und sie auf die Gleise gestoßen haben, berichteten Zeugen der Polizei. Der mutmaßliche Täter und das Opfer kannten sich den Ermittlern zufolge nicht. Er schweigt bislang zu den Vorwürfen.

bbr/apr/dpa/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.