A3 am Frankfurter Flughafen Zwei Tote bei Verkehrsunfall – Polizei stoppt Gaffer

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Lastwagen und zwei Autos sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei hielt einen Mann an, der die Unfallstelle filmte.
Symbolbild: Polizeieinsatz auf der A3 beim Frankfurter Flughafen

Symbolbild: Polizeieinsatz auf der A3 beim Frankfurter Flughafen

Foto: Friso Gentsch/ picture alliance / dpa

Tödlicher Unfall auf der A3: Auf Höhe des Frankfurter Flughafens ist es am Sonntagabend zu einer Kollision zwischen einem Lastwagen und zwei Autos gekommen. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Während ihres Einsatzes stoppten Polizisten einen Mann, der die Unfallstelle offensiv filmte.

Die beiden Pkw standen laut Polizeiangaben nach einer Panne auf dem Standstreifen. Die beiden Fahrer – ein 35-jähriger Mann und eine 27-jährige Frau – befanden sich außerhalb ihrer Fahrzeuge.

Aus bislang ungeklärter Ursache kam ein Lastwagen nach rechts von der Fahrbahn ab und rammte die Autos. Die Wagen wurden durch den Aufprall weggeschoben und erfassten die beiden Personen.

Der 35-Jährige starb noch vor Ort, die 27-Jährige erlag später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt.

Gaffer filmt Unfallstelle

Die Rettungskräfte vor Ort mussten sich während ihres Einsatzes mit einem Gaffer auseinandersetzen. Der Mann soll laut Berichten von RTL und Hessischem Rundfunk  aus seinem Auto heraus die Unfallstelle so offensiv gefilmt haben, dass die Polizei seinen Wagen anhielt und seine Personalien aufnahm.

Die Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber dem SPIEGEL, wollte sich jedoch vorerst nicht zu Berichten äußern, die behaupten, die Beamten hätten dem Mann zur Abschreckung den Leichnam des 35 Jahre alten Unfallopfers gezeigt . Der Gaffer müsse jedoch mit einer Strafe für sein Verhalten rechnen, so die Polizei.

Fotos von Unfalltoten oder Verletzten bei Verkehrsunfällen zu machen, kann in Deutschland hart bestraft werden. Das Gesetz droht mit Geldbußen oder Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren. Trotzdem werden immer wieder Rettungskräfte durch Schaulustige behindert.

Die Johanniter starteten daher vor wenigen Tagen eine Test-Kampagne in Berlin und Brandenburg. Ein QR-Code auf Rettungsfahrzeugen und der Ausrüstung der Helferinnen und Helfer sendet eine klare Botschaft auf das Handy des Fotografierenden, sobald die Kamera auf die Symbole gerichtet wird: Auf dem Display erscheint auf rotem Untergrund die Nachricht »Gaffen tötet«.

zob/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.