Frankreich Bauern dürfen mit Gummigeschossen auf Braunbären schießen

Französische Landwirte dürften künftig »nicht tödliche Munition« auf Braunbären abfeuern, um ihr Vieh zu schützen. Vorher müssen sie es aber anders versuchen.
Braunbär in Frankreich (Symbolbild): Einst waren sie in dem Land fast ausgestorben

Braunbär in Frankreich (Symbolbild): Einst waren sie in dem Land fast ausgestorben

Foto: Gerard Lacz / VWPics / IMAGO

Unter bestimmtem Umständen dürfen Bauern in Frankreich mit Gummigeschossen auf Braunbären schießen, um ihr Vieh zu retten.

Diese Regelung  hat das Umweltministerium in Paris erlassen. Wenn es nicht gelingt, Bären mit Schreckschuss- oder Leuchtmunition zu verjagen, darf auf Antrag auch mit »nicht tödlicher Munition« direkt auf die Tiere geschossen werden.

Voraussetzung ist, dass Tierhalter alle vorgesehenen Maßnahmen zum Schutz ihrer Herden bereits getroffen haben und es wiederholt zu Angriffen auf ihr Vieh gekommen ist. Die neue Regelung war seit 2019 testweise erprobt worden.

Sie leben in den Pyrenäen

Braunbären kommen in Frankreich nur in den Pyrenäen vor. Die Tiere waren 1995 beinahe ausgestorben.

Inzwischen leben geschätzt 70 Tiere auf der französischen Seite des Gebirges. Dort gab es im vergangenen Jahr 331 Angriffe von Bären auf Vieh und zwei auf Bienenstöcke. 2020 war 369-mal Vieh angegriffen worden und 5-mal machten Bären sich an Bienenstöcken zu schaffen.

jpz/AFP
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