Frankreich Ein Toter und Verletzte bei Explosion in Hochschule

Bei einer Explosion in einem Chemie-Labor im elsässischen Mülhausen sind ein Mensch getötet und mehrere weitere verletzt worden. Über die Ursache der Detonation ist bisher nichts bekannt.


Mülhausen - Mülhausens Bürgermeister Jean-Marie Bockel bestätigte heute Nachmittag, dass es bei der Explosion in der Hochschule der Stadt ein Todesopfer gegeben habe. Zuvor hatte Unklarheit darüber geherrscht, wie viele Opfer die mächtige Detonation auf dem Campus gefordert hatte. Feuerwehrleute berichten außerdem, mehrere Menschen würden noch vermisst.

Dichter schwarzer Rauch stieg laut Angaben von Augenzeugen über dem stark zerstörten Gebäude auf. Demnach war die Explosion in großen Teilen der Stadt zu hören. Zahlreiche Fenster seien durch die Erschütterung zu Bruch gegangen, sagte eine Studentin. "Wir dachten, es wäre ein Erdbeben", berichtete ein Anwohner dem französischen Sender TF1.

Im Fernsehsender LCI TV erklärte Augenzeuge Cedric Ridepi, das Innere des Gebäudes sei verwüstet und es gäbe noch immer Feuer an verschiedenen Stellen: "Ich habe Schreie aus dem Innern gehört. Ich habe eine Verletzte gesehen", berichtete Ridepi.

Das Viertel, in dem das Chemie-Institut liegt, wurde von der Feuerwehr völlig abgeriegelt, die angrenzenden Häuser evakuiert. Die höchste Stufe des Notfallplans sei aktiviert worden, sagte ein Polizeisprecher.

ala/AP/dpa/reuters



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.