Frankreich Rätsel um Garfield-Telefone wohl gelöst

Umweltschützer in der Bretagne finden seit Jahren Plastiktelefone in Form des Comic-Katers Garfield. Nun ist offenbar geklärt, woher das Strandgut stammt.

Fred TANNEAU/AFP

Immer wieder werden Garfield-Telefone an Stränden der Bretagne angeschwemmt - und das seit mehr als 20 Jahren. Doch woher das außergewöhnliche Strandgut stammt, war lange Zeit unklar. Nun haben französische Umweltschützer das Rätsel offenbar gelöst.

Sie fanden Überreste eines Schiffscontainers in einer Grotte im Meer. "Wir haben diese unglaubliche Felsspalte von 30 Meter Tiefe gefunden, und ganz unten sind Reste eines Containers", sagte Claire Simonin von dem Verein Ar Viltansoù, der Strände im äußersten Westen Frankreichs von Müll befreit. "Unseren Verein gibt es seit 18 Jahren, und seitdem finden wir bei fast jeder Strandreinigung Teile von Garfield-Telefonen." (Mehr dazu lesen Sie hier.)

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Bretagne: Plastikkater am Strand

Ein Bewohner der Region hatte dem Verein demnach berichtet, er habe zu Beginn der Achtzigerjahre als junger Mann einen Container mit Garfield-Telefonen entdeckt. In der Nähe der Gemeinde Plouarzel fanden die Umweltschützer daraufhin Reste des Containers in einer Grotte, die meistens unter Wasser steht. Es sei wegen der starken Gezeiten ein "sehr gefährlicher Ort", sagte Simonin.

Von welchem Schiff der Container stammt und ob noch weitere Telefone unter Wasser liegen, ist unklar. "Garfield ist für uns ein Symbol, das ermöglicht, das Bewusstsein für das Problem der Meeresverschmutzung durch Kunststoffe zu schärfen", sagte Simonin. Denn es handele sich nur um einen Container von Tausenden, die im Ozean versunken seien.

bbr/AFP/dpa



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