Angebliche Diskriminierung Frauenrechtsgruppe klagt gegen Miss-France-Wettbewerb

Eine französische Frauenrechtsgruppe wirft den Miss-France-Produzenten Diskriminierung vor. Sie beruft sich auf eine ähnliche Klage eines männlichen Kandidaten.
Wettbewerb Miss France 2018 (Archivbild)

Wettbewerb Miss France 2018 (Archivbild)

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GUILLAUME SOUVANT/ AFP

Eine französische Frauenrechtsgruppe hat am Montag die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs Miss France verklagt. Die Gruppe Osez le féminisme (Wagt den Feminismus) sowie drei gescheiterte Kandidatinnen werfen dem Miss-France-Unternehmen und der Produktionsfirma Endemol Diskriminierung im Sinne des Arbeitsrechts vor. Sie argumentieren, es sei unzulässig, angehenden Schönheitsköniginnen vorzuschreiben, über 1,70 Meter groß, ledig und »repräsentativ für die Schönheit« zu sein.

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Gelten die Kandidatinnen als Angestellte?

Das französische Arbeitsrecht verbiete es Unternehmen, aufgrund von »Moral, Alter, Familienstand oder körperlicher Erscheinung« zu diskriminieren, sagte Violaine De Filippis-Abate, Anwältin von Osez le féminisme, der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte auch die französische Tageszeitung »Le Monde« berichtet.  

Die Zulässigkeit der Klage wird nun davon abhängen, ob die Richter die Miss-France-Kandidatinnen als de facto Angestellte des Veranstalters und des ausstrahlenden Fernsehsenders anerkennen. Die Kandidatinnen unterzeichnen keinen Arbeitsvertrag, aber die Klägerinnen verweisen auf eine Entscheidung aus dem Jahr 2013, als ein ehemaliger Mister-France-Kandidat aus ähnlichen Gründen Klage eingereicht hatte.

Der nächste Miss-France-Wettbewerb ist für den 11. Dezember in Caen in Nordfrankreich geplant.

ngo/afp
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