Attacken auf Beine, Füße, Zehen Schwimmer in Südfrankreich klagen über beißende Fische

Allein am Montag sollen mehr als 40 Menschen gebissen worden sein: In Frankreich berichten Badegäste von unangenehmen Begegnungen mit Fischen. Eine Rolle spielt offenbar das außergewöhnlich warme Wasser.
Grauer Drückerfisch: Rückkehr an die französischen Küsten

Grauer Drückerfisch: Rückkehr an die französischen Küsten

Foto: Frank Schneider / imagebroker / IMAGO

Unangenehme Begegnungen im Wasser: An Südfrankreichs Stränden klagen Schwimmer Medienberichten zufolge gehäuft über Bisse durch Fische, die nahe dem Ufer unterwegs sind. Die Bisse in Beine, Füße und Zehen stammten vermutlich von 30 bis 45 Zentimeter langen Grauen Drückerfischen, die sich wegen der Klimakrise und der Erwärmung des Meerwassers verstärkt zur Nahrungssuche in seichte Bereiche wagten, berichtet die Zeitung »Le Parisien«. 

Über 40 Badegäste seien allein am Montag am Strand von Hendaye nahe der spanischen Grenze von Fischen gebissen worden. Auch in der Nähe von Cannes an der Côte d'Azur wurde ein Schwimmer im nur 50 Zentimeter tiefen Wasser gebissen, einen anderen Fall gab es nach einem Bericht des Senders BFMTV  in der Bucht von Saint-Tropez.

28 statt 21 Grad

Die Bisse des Drückerfisches sind für den Menschen demnach ungefährlich. Wie Meeresfischexperte Benjamin Lafon der Zeitung sagte, verleite die Erhitzung des Meereswassers die Fische dazu, bei der Nahrungssuche ihr Revier auszudehnen. Möglicherweise lasse sich das aggressive Verhalten gegenüber Menschen dadurch erklären, dass die Tiere sich in der Fortpflanzungsphase befänden.

Experte Samuel Somot vom Nationalen Meterologischen Forschungsinstitut (CNRM) sagte dem »Parisien«, dass das Wasser an der französischen Mittelmeerküste statt jahreszeitüblicher 21 bis 22 Grad aktuell bis zu 28 Grad warm sei. Dies begünstige die Rückkehr des im vergangenen Jahrhundert an den französischen Küsten fast ausgestorbenen Fisches.

bbr/dpa
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