Temperaturen über 43 Grad Hitzewelle erfasst weite Teile Europas

Flächenbrände in Spanien, Dürre in Norditalien, Rekordtemperaturen in Frankreich: Fast der ganze Kontinent hat mit den Auswirkungen einer außergewöhnlich frühen Hitzewelle zu kämpfen. Auch am Sonntag wird es heiß.
Badende im Atlantik bei Biarritz: In der südfranzösischen Stadt stiegen die Temperaturen auf bis zu 42,9 Grad

Badende im Atlantik bei Biarritz: In der südfranzösischen Stadt stiegen die Temperaturen auf bis zu 42,9 Grad

Foto:

Bob Edme / AP

Weite Teile Europas sind von einer für die Jahreszeit außergewöhnlichen Hitzewelle erfasst worden. In Deutschland wurde in Waghäusel-Kirrlach am Oberrhein bis 16 Uhr der Spitzenwert von 36,4 Grad gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In Frankreich wurden mehrere örtliche Temperaturrekorde gebrochen – Spitzenwert 42,9 Grad in Biarritz. In Spanien zerstörten Waldbrände bereits tausende Hektar Wald.

In Frankreich sprach der Wetterdienst Météo France von der frühesten Hitzewelle seit 1947. In elf Gebieten seien neue Temperaturrekorde für den Monat Juni aufgestellt worden. Im südwestfranzösischen Biarritz wurden 42,9 Grad gemessen. Landesweit wurden mehrere Festivals, Sport- und Kulturveranstaltungen abgesagt.

Im ebenfalls von der ungewöhnlichen Hitze betroffenen Spanien verwüsten Flächenbrände seit Tagen tausende Hektar Land. In der Sierra de la Culebra im Nordwesten waren bis zu 20.000 Hektar betroffen. 14 Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert. In mehreren anderen Regionen kämpften Einsatzkräfte gegen weitere Brände. Im nordöstlichen Saragossa wurden Temperaturen bis 43 Grad erwartet. Laut »Kachelmannwetter« wurden in San Sebastian sogar 43,5 Grad erreicht.

In den Niederlanden gab der Wetterdienst eine Warnung für die südliche Stadt Limburg heraus, wo die Temperaturen auf 35 Grad steigen könnten. In Großbritannien verzeichneten die Behörden den dritten Tag in Folge neue Temperaturrekorde für die Jahreszeit.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In Norditalien leidet die Po-Ebene unter der schlimmsten Dürre seit 70 Jahren, einige Gemeinden rationierten die Wasserverteilung. Nach Angaben des Landwirtschaftsverbandes Coldiretti ist dort die Hälfte der Anbauflächen bedroht.

Auch in Deutschland war es am Samstag stellenweise sehr heiß. In einem breiten Streifen von Südwestdeutschland bis nach Ostsachsen wurden laut DWD Werte um die 35 Grad gemessen. Mit Ausnahme der Küstenregionen und höhergelegener Gebiete sowie im Südosten Bayerns stiegen die Temperaturen im Tagesverlauf jeweils deutlich über die 30-Grad-Marke. Im krassen Gegensatz dazu blieb es in Erfde in Schleswig-Holstein bei 20,2 Grad.

Auch am Sonntag hohe Temperaturen erwartet

Nach Angaben der Meteorologen soll es auch am Sonntag wieder sehr heiß werden. Auch die UV-Strahlung werde erneut hohe Werte erreichen.

Ein großer Waldbrand beim brandenburgischen Frohnsdorf südlich von Berlin konnte eingedämmt werden. Auf Drohnenbildern seien keine offenen Brände mehr zu erkennen, zitierte der Sender RBB am Samstagnachmittag Angaben der Feuerwehr. Zwischenzeitlich hatten zwischen Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark und Jüterbog rund 60 Hektar in Flammen gestanden.

Die Zunahme der Hitzewellen und Dürren ist laut Wissenschaftlern eine direkte Folge der globalen Erwärmung. Dabei nehmen sowohl Intensität als auch Dauer und Häufigkeit dieser Phänomene zu.

sol/AFP
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.