Gaststätte in Frankreich Kleinkind bekommt Reinigungsmittel statt Apfelsaft - künstliches Koma

In einem Restaurant in Frankreich wurde einem 22 Monate alten Kind versehentlich ein Reinigungsmittel serviert. Das Mädchen kam mit schweren Verätzungen ins Krankenhaus. Die Eltern erstatteten Anzeige.

Philippe Huguen/ AFP

In Frankreich hat ein Kleinkind schwere Verätzungen erlitten, weil ihm in einem Restaurant statt Apfelsaft aus Versehen ein Glas mit Reinigungsmittel serviert wurde. Das 22 Monate alte Mädchen trank die Flüssigkeit in einem Restaurant im westfranzösischen Pornic, wie unter anderem die Zeitung "Ouest-France" berichtet. Das Mädchen kam in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus.

Von der Polizei hieß es, ein Mitarbeiter des Restaurants habe das Spülmittel in einen Getränkekanister gefüllt und auf der Theke vergessen. Ein Kollege habe daher geglaubt, es handele sich um ein Getränk, und habe den Kanister in den Kühlschrank gestellt. Daher sei die gefährliche Flüssigkeit als Apfelsaft ausgeschenkt worden.

Das Mädchen kam mit Schmerzen in Magen und Speiseröhre in die Universitätsklinik Nantes. Der Vater des Kindes sagte "Ouest-France", die Kleine schwebe nicht mehr in Lebensgefahr, werde aber in einem künstlichen Koma gehalten. Das Mädchen drohe wegen der Verätzungen seine Speiseröhre zu verlieren. Die Eltern erstatteten Anzeige, die Staatsanwaltschaft Nantes leitete Ermittlungen ein.

Das Restaurant "La Fontaine aux Bretons" schrieb auf Facebook, die Belegschaft sei wegen des Vorfalls "am Boden zerstört". Es sei eine Revision der Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet worden.

bam/AFP

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