Frankreich Urlauber kommen bei Unwettern ums Leben

Bei schweren Gewittern und Stürmen sind in Südfrankreich mehrere Menschen ertrunken. Französische Behörden warnen Reisende, die aktuellen Unwetter-Warnungen auf jeden Fall ernst zu nehmen.


Marseille - Vermutlich kamen mindestens neun Menschen ums Leben. Südlich von Lyon wurde eine 19-jährige Frau von einem Fluss mitgerissen und ertrank. An der Mittelmeerküste wurden zwei Urlauber im Meer von einem Unwetter überrascht und kamen ebenfalls ums Leben. Vier weitere Strandbesucher werden noch vermisst, sie sind aber vermutlich tot. "Wir suchen Leichen, denn es gibt keine Hoffnung mehr", sagte ein Sprecher der Rettungswacht.

Der Sturm hatte die Küste gestern zwischen Marseille und Cap d'Agde getroffen. Nicht alle Strandurlauber hätten das sofort erlassene Badeverbot beachtet, sagte ein Sprecher der Strandwache. Eine 41-jährige Mutter ertrank, weil sie trotz der roten Fahne ins Wasser gegangen war.

Auch in der Bretagne machten Wind und hohe See eine Reihe von Rettungseinsätzen notwendig. An der Atlantikküste bei Nantes ertrank am Mittwoch eine 60-jährige Frau. Ein Surfer hatte noch versucht, die Frau zu retten. Auf dem Lac de Saint-Point in Ostfrankreich kam ein 67-jähriger Segler um, dessen Boot durch einen starken Windstoß zum Kentern gebracht wurde.

Bei heftigen Gewittern im Landesinneren wurden Keller überflutet und Dächer abgedeckt. Die Behörden forderten Reisende in ganz Frankreich dringend dazu auf, entsprechende Unwetter-Warnungen zu beachten. Am Nachmittag wurden in Paris wegen solcher Warnungen sämtliche Parks und Gärten sowie der künstliche Seine-Strand "Paris-Plage" geschlossen.



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