Flammen in Südfrankreich Waldbrände verwüsten mehr als 2000 Hektar Land

In der Region Marseille sind Waldbrände stellenweise außer Kontrolle geraten. Mehr als 2000 Hektar Land verbrannten, starker Wind erschwert die Arbeit der Feuerwehr. Mehrere Einsatzkräfte wurden verletzt.
Waldbrand bei Les Pennes-Mirabeau nahe Marseille

Waldbrand bei Les Pennes-Mirabeau nahe Marseille

Foto: BORIS HORVAT/ AFP

Schwere Waldbrände haben im Süden Frankreichs rings um Marseille zu massiven Schäden geführt. Mehr als 2000 Hektar Land seien verwüstet worden, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve bei einem Ortsbesuch am Mittwochabend. Die Feuerwehr erklärte gegen Mitternacht, die Situation in der Region sei stellenweise "außer Kontrolle". Rund 1800 Feuerwehrleute sind im Einsatz, unterstützt von rund 400 Polizisten.

Nach Angaben des französischen Innenministeriums wurden sämtliche Kräfte des Zivilschutzes und jede verfügbare Unterstützung aus der Luft mobilisiert. Vier Feuerwehrleute wurden demnach im Einsatz verletzt, drei von ihnen schwer. Zudem wurden mehrere Häuser und Autos durch die Flammen zerstört, wie auf Bildern örtlicher Medien zu sehen war.

In der nahe Marseille gelegenen Kleinstadt Vitrolles mussten Anwohner vor dem Feuer in Sicherheit gebracht werden. Böen mit Windgeschwindigkeiten von über hundert Kilometern pro Stunde fachten die Flammen immer wieder an und erschwerten die Löscharbeiten, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Am Flughafen Marseille wurden mehrere Flüge gestrichen, um Löschflugzeuge starten zu lassen. Am frühen Morgen teilte die Stadtverwaltung über Twitter mit, die zweitgrößte Stadt des Landes werde infolge eines Wetterumschwungs und niedriger Temperaturen nicht länger durch die Flammen bedroht.

Auch in Portugal brennen derzeit Wälder. In den Flammen starben auf der Insel Madeira mehrere Menschen.

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Waldbrände in Portugal: Rauch und Flammen über Funchal

Foto: Nuno Andre Ferreira/ dpa
ulz/AFP
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