Erleichterung in Limburg Bischof Tebartz-van Elst nach Regensburg umgezogen

In Limburg spricht man von einem "entscheidenden Schritt für einen Neubeginn": Franz-Peter Tebartz-van Elst wohnt jetzt in Regensburg. Der frühere Limburger Bischof hatte das Bistum mit den hohen Baukosten für seinen Amtssitz in die Krise gestürzt.

Möbelwagen vor Limburger Bischofssitz: Früherer Bewohner lebt jetzt in Regensburg
DPA

Möbelwagen vor Limburger Bischofssitz: Früherer Bewohner lebt jetzt in Regensburg


Limburg/Regensburg - Franz-Peter Tebartz-van Elst wohnt nicht mehr im Limburger Bischofssitz. Der frühere Bischof hat die Anlage verlassen und eine Privatwohnung in Regensburg bezogen, teilte das Bistum mit. Der Umzug war bereits seit Längerem geplant, am Montag waren auf dem Domberg Umzugswagen vorgefahren. Das Bistum sprach von einem "entscheidenden Schritt für einen Neubeginn".

Weihbischof Manfred Grothe als apostolischer Administrator des Bistums würdigte zugleich die Verdienste Tebartz-van Elsts als Bischof. "Bei allem, was gewesen ist, danke ich ihm für seinen Dienst und weiß, dass er mit seinem Bischofsamt eine große Hoffnung verbunden hat und diesen Weg in Fleiß und großem Einsatz gegangen ist." Mit seinem Amtsverzicht habe Tebartz-van Elst einen wichtigen Schritt für einen Neuanfang getan.

Tebartz-van Elst war vor allem wegen der hohen Kosten für die neue Bischofsresidenz in die Kritik geraten. Papst Franziskus nahm schließlich Ende März sein Rücktrittsgesuch an. Eine kircheninterne Prüfung der Baukosten für den Bischofssitz hatte schwere Fehler aufgezeigt.

Das Bistum sei mittlerweile "auf dem Weg der Versöhnung" ein deutliches Stück vorangekommen, sagte Grothe. "Ich erlebe im offenen Austausch und in vertrauensvollen Gesprächen, dass die Ereignisse der Vergangenheit aufgearbeitet werden."

ulz/AFP/dpa

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