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Juli-Chefin Brandmann zur Energiekrise »Die Schule sollte der letzte Ort sein, an dem die Heizung abgedreht wird«

Sind die Schulen auf den Coronaherbst vorbereitet? Nicht ausreichend, findet die Vorsitzende der Jungen Liberalen Franziska Brandmann im SPIEGEL. Dass stattdessen über Energiesparen im Klassenzimmer diskutiert werde, mache sie wütend.
aus DER SPIEGEL 38/2022
Franziska Brandmann: »Digitalen Unterricht sicherstellen«

Franziska Brandmann: »Digitalen Unterricht sicherstellen«

Foto: Dominik Asbach

Die Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen Franziska Brandmann kritisiert die Länder für ihre mangelnde Vorbereitung der Schulen auf den Coronaherbst. »Wir müssen darüber sprechen, wie wir auch digitalen Unterricht für die Kinder sicherstellen können, die erkrankt sind und zu Hause bleiben müssen«, sagte die 28-Jährige im Interview mit dem SPIEGEL. »Ich hätte mir gewünscht, dass die Länder den Sommer nutzen, um Konzepte dafür zu entwickeln. Das ist nicht passiert.«

Auch das Thema Hygiene sei weitgehend hintenübergefallen, sagte Brandmann weiter. An manchen Schulen gebe es nicht einmal Seife zum Händewaschen. »Stattdessen sprechen wir darüber, ob man Schulen die Heizungen herunterdrehen sollte, um Energie zu sparen. Das macht mich wütend.«

Zur Frage, wie Schulen mit der drohenden Energiekrise umgehen sollten, sagte die Juli-Vorsitzende: »Die Schule sollte der letzte Ort sein, an dem die Heizung abgedreht wird.«

Franziska Brandmann wuchs am Niederrhein auf und promoviert in Politikwissenschaften an der Universität Oxford. Auf dem Bundeskongress im vergangenen November wählten die Jungen Liberalen sie mit 92 Prozent zu ihrer Vorsitzenden.

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