Sechsjähriger ohne Gäste Zehntausende retten einsamen Geburtstag

Zu seinem sechsten Geburtstag hatte Glenn seine gesamte Klasse eingeladen - doch kein Kind kam. Dass der Tag trotzdem unvergesslich wurde, dafür sorgten Zehntausende Fremde und die örtliche Feuerwehr.


Florida - Was für Eltern jedes Jahr ein Wahnsinn aus Lärm und Süßigkeiten ist, wurde für Ashlee Buratti zum emotionalen Albtraum: der Geburtstag ihres sechsjährigen Sohnes Glenn.

Glenn ist Autist und leidet an Epilepsie. Von den 16 eingeladenen Kindern aus seiner Klasse kam kein einziges.

"Als er morgens wach wurde, wollte Glenn sofort wissen, wie lange es noch dauern würde, bis seine Freunde kommen", erzählt seine Mutter. Sie hatte seine gesamte Klasse eingeladen, doch keiner hatte geantwortet. "Bis zum letzten Moment hatte ich gehofft, dass wenigstens ein paar kommen würden."

Als Ashlee ihrem Sohn klarmachen musste, dass keiner kommen würde, ist er fassungslos. "Sein Blick brach mir das Herz", erzählt sie. Verzweifelt postete sie eine Nachricht auf einer Facebook-Seite ihrer Region Osceola in Florida.

Überraschungsgäste

Zehntausende antworten ihr, und am Nachmittag gibt es doch noch eine Geburtstagsfeier für Glenn: 15 völlig fremde Kinder und 25 Erwachsene kommen spontan vorbei, um mit ihm zu feiern. "Eine Frau brachte sogar ein nagelneues Fahrrad", erzählt Ashlee der lokalen Zeitung "Osceola News-Gazette".

Auch die örtliche Polizei sah den Facebook-Eintrag und schickte mit ihrem Helikopter einen ersten Gruß aus der Luft. Aber das war noch nicht alles. Ein paar Tage später fuhren die Feuerwehrleute wieder vor und hatten eine besondere Überraschung für Glenn - er durfte in eins ihrer Feuerwehrautos steigen.

Die Eltern der eingeladenen Gäste meldeten sich nicht mehr, aber das ist Ashlee nun egal. Dass Wildfremde kommen, um einen Sechsjährigen zu beglücken, "das hat mich zutiefst berührt".

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