Friedman-Affäre Medienschelte von Bärbel Schäfer

Die TV-Moderatorin Bärbel Schäfer hat den Umgang von Medien mit der Kokainaffäre ihres Lebensgefährten Michel Friedman kritisiert. Man hätte manche Journalisten diesbezüglich durchaus fragen können, ob sie auf ihr Handwerk geachtet haben".


Man hätte durchaus "fragen können, ob sie auf ihr Handwerk geachtet haben": Bärbel Schäfer
DPA

Man hätte durchaus "fragen können, ob sie auf ihr Handwerk geachtet haben": Bärbel Schäfer

Hamburg - Zu Einzelheiten der Affäre wolle sie sich auch künftig nicht öffentlich äußern. Diese Fragen werde sie "privat regeln", sagte Schäfer in der NDR-Fernsehsendung "Zapp".

Zurückhaltender bewertete die Moderatorin, die gegenwärtig ihr TV-Comeback beim WDR-Fernsehen feiert, die Folgen der vor zwei Monaten von Friedman öffentlich eingestandenen Vorwürfe. Zwar könne sie nicht beurteilen, ob ihr die Affäre ihres Lebensgefährten persönlich geschadet habe. Sie glaube aber, "da ganz gut durchgekommen" zu sein. Sie werde jedenfalls trotz der gestiegenen Medienaufmerksamkeit für ihre Privatsphäre ihr Leben so weiter leben wie bisher. "Ich schließe mich nicht ein", sagte sie.

Friedman hatte Anfang Juli öffentlich bekannt gegeben, dass er einen Strafbefehl wegen unerlaubten Kokainbesitzes akzeptiert habe. Zugleich hatte er seinen Verzicht auf sämtliche öffentliche Ämter verkündet, darunter auch das des Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland. Ebenso beendete er seine Tätigkeit als Moderator der ARD-Sendung "Friedman" wie auch der Sendung "Vorsicht!Friedman" im Hessischen Fernsehen.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.