Verbot in England Schotten stoppen Abstimmung über Fuchsjagd

Normalerweise halten sich die Schotten bei der Abstimmung über Gesetze, die sie nicht betreffen, heraus. Doch bei der Aufweichung des Fuchsjagdverbots haben sie ein Nein angekündigt.

Jäger mit Hunden bei der Jagd: Schotten gegen Aufweichung des Fuchsjagdverbots
DPA

Jäger mit Hunden bei der Jagd: Schotten gegen Aufweichung des Fuchsjagdverbots


Seit Tagen schlägt eine vorgeschlagene Aufweichung des Fuchsjagdverbots in Großbritannien Wellen - nun ist die für Mittwoch vorgesehene Abstimmung kurzfristig abgesagt worden. Das Parlament in London sollte darüber entscheiden, ob künftig in England und Wales wieder ein ganzes Hunderudel die Füchse aufscheuchen darf.

Seit vor gut zehn Jahren unter massivem Protest das Verbot der Fuchsjagd mit Hunden in Kraft trat, dürfen Jäger in England und Wales nur noch zwei Hunde zum Aufscheuchen einsetzen. Diese dürfen die Füchse aber nicht mehr totbeißen, der Jäger muss die Beute erschießen. Das gilt auch für Schottland - dort sind aber mehr Hunde erlaubt. Die britische Regierung hatte vorgeschlagen, das englische und walisische Gesetz dem schottischen anzupassen und eine offene Abstimmung geplant.

Grund für die Absage ist, dass die 56 Abgeordneten der schottischen Nationalpartei SNP angekündigt haben, gegen die Änderung zu stimmen, und der Vorschlag damit praktisch keine Chance mehr hat. Normalerweise halten die Schotten sich heraus, wenn es um Gesetze geht, die sie nicht betreffen.

gam/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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pommbaer84 14.07.2015
1. Machen die es wie die Spanier?
Nach der Jagdsaison werden die ganzen Hunde euthanasiert ?
moev 14.07.2015
2.
Wieso? Ist doch Natur. Der Fuchs geht auch nicht zimperlich mit seiner Beute um und der Hund dann eben mit dem Fuchs. Natur ist eben nicht so niedlich wie in Disney's Bambi
bambata 14.07.2015
3. Mit dem unbedeutenden Unterschied, ...
Zitat von moevWieso? Ist doch Natur. Der Fuchs geht auch nicht zimperlich mit seiner Beute um und der Hund dann eben mit dem Fuchs. Natur ist eben nicht so niedlich wie in Disney's Bambi
... dass die Natur i.d.R. eine gewisse Chancengleichheit zwischen Beutegreifer und Beute gewährt. Nicht jeder Angriff ist von Erfolg gekrönt, nicht jede Flucht gelingt. Bei der Hatz mit 30+ Hunden auf 1 Fuchs ist es damit nicht mehr weit her. Der Fuchs hat (so ziemlich) keine Chance. Fuchsjagd ist pure Sinnlosigkeit. Dient ausschließlich dazu, die perfide Lust am Töten zu befriedigen.
niamh 14.07.2015
4. Danke, SNP
Als (englische) Tierrechtlerin, moechte ich den SNP fuer diese Ohrfeige an David Cameron ein grosses Dankeschoen sagen. David Cameron - der eigentlich hochintelligent ist - haette wissen sollen, dass sein Versuch Tierjagd auf schlauer Weise wieder einzufuehren, muesse scheitern. So ein Kamikaze Verhalten von einem so erfahrenen Politiker ist schon ausserordentlich. Wie peinlich. Gut fuer uns, die auf der Seite der Tieren sind. Nach diesem spektakulaerem "loss of face" werden die Konservativen hoffentlich jetzt schweigen, und unser Jagdverbot nicht mehr antasten.
niamh 14.07.2015
5.
Zitat von pommbaer84Nach der Jagdsaison werden die ganzen Hunde euthanasiert ?
Heute berichtet der "Daily Mirror", wie britische Jaeger tausende Hunde jedes Jahr grausam toeten. Welpen werden mit einer Keule getoetet, und "ungeeignete Hunde" werden geschossen. Die Hunde werden in furchtbaren Zustaenden gehalten. Ich bitte die Deutschen, bei dem britischen Botschaft ihre Empoerung auszudruecken.
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