Österreichisches Dorf hat Spott satt Neuer Name für Fucking

Die 100-Einwohner-Gemeinde Fucking in Österreich ist wegen ihres Namens zur Touristenattraktion geworden. Jetzt reicht es den Einwohnern: Zum Jahreswechsel benennen sie ihren Ort um. Ob's hilft?
Schild am Ortsausgang von Fucking

Schild am Ortsausgang von Fucking

Foto: ALEXANDER KLEIN / AFP

Die Bewohner des österreichischen Dorfs Fucking haben genug von den ewigen Witzen: Auf einer Gemeinderatssitzung beschlossen sie, dass ihr 100-Einwohner-Dorf zum Jahreswechsel in Fugging umbenannt werden soll. Das bestätigte die Bürgermeisterin von Tarsdorf, zu dem Fucking gehört.

Vor allem auf Internetplattformen hatten sich Menschen über den Dorfnamen Fucking lustig gemacht, der im Englischen ein obszöner Begriff ist.

Der Ort liegt im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich, etwa zehn Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt.

Touristenströme sorgten für Ärger bei Anwohnern

Insbesondere englischsprachige Touristen waren in der Vergangenheit in das Dorf gereist, um sich am Ortsschild von Fucking fotografieren zu lassen. Sie nahmen teils laszive Posen ein, bevor sie die Bilder auf Internetplattformen veröffentlichten.

Bisher hatte es im Gemeinderat keine klare Mehrheit für die Namensänderung gegeben. Vor allem die Dorfbewohner, die in der Nähe des Ortsschilds wohnten, hatten die Änderung aber stets befürwortet.

bah/AFP
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