Flug QZ8501 Heck der abgestürzten Air-Asia-Maschine geborgen

Seit zwei Wochen suchen Hunderte Einsatzkräfte nach den Überresten der abgestürzten Air-Asia-Maschine. Nun wurde ein Teil des Hecks geborgen. Die Suche nach dem Flugschreiber geht aber weiter.


Pangkalan Bun - Einsatzkräfte haben ein Heckteil des vor knapp zwei Wochen vor Indonesien abgestürzten Air-Asia-Passagierflugzeugs geborgen. Für die Suche nach dem Flugschreiber ist das Wrackteil am Samstag von einem Schiff an Land gezogen worden.

Die wichtigen Flugschreiber befanden sich jedoch nicht im geborgenen Heckteil der Maschine. Die Blackboxes der vermissten Airbus A320-200 müssen folglich ins Meer gefallen seien, so Indonesiens Militärbefehlshaber Moeldoko. "Ich bin überzeugt, dass diese sich nicht weit weg vom Heck befinden."

Experten hatten das Heck von einem Spezialschiff aus mit Seilen angehoben, Luftkissen darunter angebracht, um das Wrackteil aus dem rund 30 Meter tiefen Wasser zu bergen. Die Suche mit Tauchern nach den Flugschreibern geht nun weiter.

Am Freitag wurden in den Gewässern vor der Insel Borneo akustische Signale empfangen, die von dem Flugschreibern stammen könnten. Diese deuteten allerdings darauf hin, dass sich das Gerät nicht mehr im Heck der Maschine befindet.

Die Ermittler erhoffen sich vom Flugschreiber Hinweise auf die Unglücksursache. Der Airbus A320-200 war am 28. Dezember mit 162 Insassen auf dem Weg von Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya nach Singapur abgestürzt. Die Absturzstelle befindet sich nahe der Insel Borneo. Niemand überlebte. 48 Leichen wurden bislang geborgen. Jedoch haben starker Wind und hoher Seegang die Suche nach weiteren Opfern und Wrackteilen bislang verzögert.

smh/Reuters/dpa/AP

insgesamt 16 Beiträge
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querulant_99 10.01.2015
1.
Sollte nicht vorrangig die "Blackbox" lokalisiert und geborgen werden, solange sie noch Ping-Signale von sich gibt? Die Halbzeit ist fast schon um, und danach siehts mit der Bergung derselben genau so trübe aus wie das Wasser an der Unglücksstelle.
luckyfrank 10.01.2015
2. Blackbox
Ich verstehe sowieso nicht, wieso es sooo schwierig ist, die Blackboxen zu lokalisieren. Wenn es sogar hier, wo das Wrack liegt - dazu noch in seichtem Wasser, problematisch ist die Blackboxsignale zu empfangen, wie soll das dann funktionieren, wenn das Flugzeug tausende Meter tief liegt? Man evt. nicht einmal die genaue Absturzstelle kennt.....????
tux4all 10.01.2015
3. wird doch!
Zitat von querulant_99Sollte nicht vorrangig die "Blackbox" lokalisiert und geborgen werden, solange sie noch Ping-Signale von sich gibt? Die Halbzeit ist fast schon um, und danach siehts mit der Bergung derselben genau so trübe aus wie das Wasser an der Unglücksstelle.
.. es sind gegenüber anderlautenden Annahmen mehr als 2 Personen an den Such- und Bergungsarbeiten beteiligt.
horstma 10.01.2015
4.
Normalerweise würde man das so machen. Sie müssen aber berücksichtigen, wer dort die Bergung durchführt. Also die Nationalität und sich daraus ergebend Dinge wie technische Kenntnisse, verfügbares Equipment, Motivation, Religion, etc. Deshalb stehen trotz der eigentlich lächerlichen "Tiefe" von 30m die Chancen nicht so gut.
Stephan 10.01.2015
5. Klingt komisch.
Die Black Box ist doch so konzipiert, dass sie aus tausenden Meter tiefen Wasser geortet werden kann. Was ist jetzt so schwierig daran, aus 30m Signale zu orten und die Box zu bergen? Sogar unser Babyphon reicht weiter.
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