Sieben Fakten über EM-Zuschauer Deutschland - Türkei fesselte die Nation

Das DFB-Team als Straßenfeger, ein Hakenkreuz-Skandal und ein Publikumsrekord in Gefahr: sieben Fakten über EM-Zuschauer.

Philipp Lahm jubelt über ein Tor gegen die Türkei (2008)
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Philipp Lahm jubelt über ein Tor gegen die Türkei (2008)


1.) 2012 wurde ein EM-Zuschauerrekord aufgestellt: Beim Turnier in Polen und der Ukraine verfolgten 1.442.083 Fans die 31 Spiele in den Stadien.

2.) Diese Bestmarke dürfte bei der EM in Frankreich fallen - zwar war die Vorrunde zu Beginn des Turniers nicht ausverkauft. Aber wegen der Erhöhung der Teilnehmerzahl von 16 auf 24 Mannschaften steigt die Zahl der Spiele insgesamt von 31 auf 51.

3.) Das Halbfinale 1964 zwischen Spanien und Ungarn sollen 125.000 Menschen im Estadio Santiago Bernabéu verfolgt haben - mehr als bei jedem anderen EM-Spiel.

4.) Beim Turnier 1972 wollten das Halbfinale zwischen der UdSSR und Ungarn in Anderlecht offenbar nur knapp 1700 Menschen im Stadion sehen. In einigen Berichten ist auch von 2000 Zuschauern die Rede - so oder so: EM-Minuswert.

5.) Gar keine Zuschauer im Stadion gab es beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Kroatien und Italien (1:1) im Juni 2015. Das Spiel in Split musste unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, weil kroatische Fans in der Partie gegen Norwegen durch rassistische Beleidigungen aufgefallen waren. Zu einem Skandal kam es trotzdem: Kroatische Fans präparierten den Rasen im Stadion so, dass sich ein mehrere Meter großes Hakenkreuz abzeichnete.

6.) Das EM-Spiel mit der höchsten TV-Quote in Deutschland ist das Halbfinale Deutschland gegen die Türkei 2008. Das Spiel sahen 29,46 Millionen Menschen im ZDF, ein Marktanteil von 81,5 Prozent. Übrigens: Das Vorrundenspiel der Nationalelf gegen Polen sahen am Donnerstagabend 27,32 Millionen Menschen im ZDF (Marktanteil 73,3 Prozent).

7.) Über Europameisterschaften hinaus liegt der Quotenrekord für ein Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft bei 34,65 Millionen Zuschauern. Aufgestellt wurde die Bestmarke beim WM-Finale 2014 gegen Argentinien. Die ARD konnte sich dabei über einen Marktanteil von 86,3 Prozent freuen.

Gesammelt von Jens Witte

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