G20-Grenzkontrollen Bundespolizei zählt mehr als 4500 unerlaubte Einreisen

Wegen des G20-Gipfels kontrollierte die Bundespolizei an der Grenze fast eine Million Menschen. Dabei stellten die Beamten nach Informationen des SPIEGEL Tausende Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz fest.
G-20-Aktivisten auf dem Hamburger Hauptbahnhof

G-20-Aktivisten auf dem Hamburger Hauptbahnhof

Foto: REUTERS / FABRIZIO BENSCH/ REUTERS

Die Grenzkontrollen rund um den G-20-Gipfel haben gezeigt, dass weiterhin viele Flüchtlinge unerkannt über die Grenzen nach Deutschland kommen. Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, zählte die Bundespolizei bei den Gipfel-Grenzkontrollen in der Zeit vom 12. Juni bis 16. Juli 6125 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, darunter 4546 unerlaubte Einreisen. Das geht aus einem Abschlussbericht der Bundespolizei hervor. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Damit habe man in dieser Zeit "deutlich mehr" illegale Einreisen erfasst "als im Vergleichszeitraum der Vormonate", als es keine Grenzkontrollen gab, heißt es in dem Bericht. Zu einem "erheblichen Teil" habe es sich um Migranten gehandelt, die schon in anderen EU-Ländern einen Asylantrag gestellt hätten.

Bei den Kontrollen von fast einer Million Menschen fielen dagegen nur 765 mutmaßliche Gipfelgegner auf, von denen 62 die Einreise verweigert wurde. Als Erfolg wertet die Bundespolizei die Kontrollen, weil dabei auch 4404 Fahndungstreffer gelandet wurden; darunter waren 782 Personen, die per Haftbefehl gesucht wurden. Auch 812 Drogendelikte kamen zur Anzeige.

amp
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