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06. Juli 2017, 19:05 Uhr

Wegen G20

Verkehr in Hamburg kommt zum Erliegen

Die ersten G20-Delegationen sind in Hamburg eingetroffen - und haben den Verkehr in weiten Teilen der Stadt lahmgelegt. Manche stehen vier Stunden im Stau, auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen.

Der ADAC hatte gewarnt, in Hamburg müsse wegen des G20-Gipfels mit einem völligen Verkehrskollaps gerechnet werden. Nun ist der Ernstfall eingetreten: Autofahrer berichten, dass sie seit vier Stunden in der Innenstadt im Stau stehen und weder vor noch zurück können. Mit dem Eintreffen der ersten G20-Delegationen sei der Verkehr "in weiten Teilen des Stadtgebiets vorübergehend zum Erliegen" gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Da viele Zufahrtsstraßen in die City gesperrt sind, ballt sich der Verkehr auf dem Stadtring. Auch in vielen Wohnvierteln geht es weder vorwärts noch rückwärts.

Gipfelteilnehmer wie Chinas Ministerpräsident Xi Jinping und Kanadas Justin Trudeau jagten am Nachmittag in langen Wagenkolonnen in ihre Unterkünfte, Schaulustige drängten sich am Straßenrand, um Fotos der vorbeirauschenden Gäste zu erhaschen. Die Polizei errichtete Straßensperren, die bis in den Abend aufrechterhalten werden sollen.

Die Hamburger Hochbahn rief Autofahrer auf Twitter dazu auf, auf Bus und Bahn umzusteigen. Auch der Hamburger Flughafen warnte Reisende vor Staus bei der Anreise zum Flughafengelände. Doch auch Buslinien sind vom Stau betroffen, viele Linien werden nicht mehr bedient.

Gegen das Flugverbot über dem Stadtgebiet gab es schon erste Verstöße. So begleitete ein Polizeihubschrauber ein Kleinstflugzeug aus den Niederlanden zur Landung nach Uelzen. Der Pilot muss mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro rechnen.

Im Hamburger Stadtpark sichteten Polizisten ein Modellflugzeug und eine Drohne. Das Modellflugzeug wurde sichergestellt, der Drohnenpilot konnte nicht ermittelt werden.

vet/dpa

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