Wegen G20 Verkehr in Hamburg kommt zum Erliegen

Die ersten G20-Delegationen sind in Hamburg eingetroffen - und haben den Verkehr in weiten Teilen der Stadt lahmgelegt. Manche stehen vier Stunden im Stau, auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen.

Screenshot auf Google Maps: Rot bedeutet Stau
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Screenshot auf Google Maps: Rot bedeutet Stau


Der ADAC hatte gewarnt, in Hamburg müsse wegen des G20-Gipfels mit einem völligen Verkehrskollaps gerechnet werden. Nun ist der Ernstfall eingetreten: Autofahrer berichten, dass sie seit vier Stunden in der Innenstadt im Stau stehen und weder vor noch zurück können. Mit dem Eintreffen der ersten G20-Delegationen sei der Verkehr "in weiten Teilen des Stadtgebiets vorübergehend zum Erliegen" gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Da viele Zufahrtsstraßen in die City gesperrt sind, ballt sich der Verkehr auf dem Stadtring. Auch in vielen Wohnvierteln geht es weder vorwärts noch rückwärts.

Der Verkehr ist in Wohnvierteln zusammengebrochen
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Der Verkehr ist in Wohnvierteln zusammengebrochen

Gipfelteilnehmer wie Chinas Ministerpräsident Xi Jinping und Kanadas Justin Trudeau jagten am Nachmittag in langen Wagenkolonnen in ihre Unterkünfte, Schaulustige drängten sich am Straßenrand, um Fotos der vorbeirauschenden Gäste zu erhaschen. Die Polizei errichtete Straßensperren, die bis in den Abend aufrechterhalten werden sollen.

Die Hamburger Hochbahn rief Autofahrer auf Twitter dazu auf, auf Bus und Bahn umzusteigen. Auch der Hamburger Flughafen warnte Reisende vor Staus bei der Anreise zum Flughafengelände. Doch auch Buslinien sind vom Stau betroffen, viele Linien werden nicht mehr bedient.

Stau in Hamburg-Eppendorf (Breitenfelder Straße)
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Stau in Hamburg-Eppendorf (Breitenfelder Straße)

Gegen das Flugverbot über dem Stadtgebiet gab es schon erste Verstöße. So begleitete ein Polizeihubschrauber ein Kleinstflugzeug aus den Niederlanden zur Landung nach Uelzen. Der Pilot muss mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro rechnen.

Im Hamburger Stadtpark sichteten Polizisten ein Modellflugzeug und eine Drohne. Das Modellflugzeug wurde sichergestellt, der Drohnenpilot konnte nicht ermittelt werden.

vet/dpa

insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
Verpeilt 06.07.2017
1.
Also in Köln sieht die Verkehrskarte jeden Tag schlimmer aus.
takome 06.07.2017
2. Normalzustand in Hamburg
So sieht es doch jeden Werktag aus, zumindest was die Verkehrslage angeht. Das liegt nicht an G20, sondern roter Stadtplanung.
matbhmx 06.07.2017
3. Tja, wie dumm müssen Menschen sein, ...
... denen angekündigt wird, dass der Verkehr völlig zusammenbrechen wird - um dann gleichwohl mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Weil selbstverständlich auch der öffentliche Nahverkehr betroffen ist, hätte gegolten: F a h r r a d ! Tja, liebe Hamburger, mit dem Fahrrad kommt man an solchen Tagen weiter! Und es möge mir keiner erzählen, er hätte irgendetwas zu tun, für das das Auto unentbehrlich wäre. Das dürfte objektiv betrachtet für die Wenigsten gelten!
Denkt mal selber nach 06.07.2017
4. Danke Herr Scholz
Danke, dass Sie uns noch einmal bestätigen, dass diese Stadt nicht für Großveranstaltungen, wie Olympia geeignet ist. Gut wer die Hamburger Verkehrsplanung der letzen Jahre kennt, wusste es auch so, aber es gibt immer ein paar Unbelehrbare. Nebenbei bemerkt, Demonstranten sollen sich in den Vororten einqaurtieren, kommen aber dann nicht in die Stadt. Die Strategie der Polizei geht also vollkommen auf.
truddies 06.07.2017
5. Olaf Scholz
Danke Herr Bürgermeister, es ist eine Frechheit, was Sie Ihren Bürgern mit dem G20 antun. Ich habe seit ich wählen darf Rot/Grün gewählt. Nun nie wieder...
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