Absturz in verschneitem Gelände Ehepaar nahe Garmisch-Partenkirchen beim Wandern tödlich verunglückt

Die Route tief verschneit, die Ausrüstung unzureichend: Unweit der Zugspitze ist ein Paar aus Sachsen-Anhalt beim Wandern verunglückt. Die Polizei zeigte sich schockiert über einen möglichen Grund des Absturzes.
Rettungskräfte im bayerischen Grainau (Symbolbild)

Rettungskräfte im bayerischen Grainau (Symbolbild)

Foto: Peter Kneffel / dpa

Ein Ehepaar aus Sachsen-Anhalt ist beim Wandern bei Garmisch-Partenkirchen abgestürzt und ums Leben gekommen. Die Vermieterin ihrer Ferienwohnung in Grainau meldete die Urlauber am Samstag als vermisst, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers, berichtet die »Bild«-Zeitung , habe die leblosen Körper der 55-Jährigen und ihres 60-jährigen Manns noch am Samstagabend unterhalb des Wegabschnitts zwischen Höllentalangerhütte und Hupfleitenjoch gefunden. Wegen der schlechten Lichtverhältnisse sei die Bergung jedoch erst am Ostersonntag erfolgt.

Das Ehepaar war vermutlich schon am 13. April zu der Wandertour von Grainau aus Richtung Osterfelderkopf aufgebrochen. Auf einem verschneiten Wegabschnitt zu dem 2057 Meter hohen Gipfel stürzten die beiden den Angaben nach ab und verletzten sich dabei tödlich.

Laut Polizei hätten die Urlauber lediglich Turnschuhe getragen und seien damit für eine solche Tour nicht ausgestattet gewesen. »Das ist sehr alpines Gelände, in dem es auch steil runtergeht«, sagte ein Sprecher der Polizei und warnte vor den Gefahren im immer noch winterlichen Gebirge: »Für solche Touren braucht man gescheite Wanderschuhe.«

oka/dpa