Unglück in Bayern Zug entgleist bei Garmisch-Partenkirchen – mehrere Tote

In der Nähe von Garmisch-Partenkirchen ist ein Zug entgleist. Dabei starben laut Polizei vier Menschen. Zahlreiche Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden.
Entgleister Zug in Bayern: Mehrere Tote

Entgleister Zug in Bayern: Mehrere Tote

Foto: network-pictures.com

Ein Zug ist bei Garmisch-Partenkirchen entgleist. Bei dem Unglück starben laut Polizei mindestens vier Menschen. 30 Menschen seien verletzt worden, 15 von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Zunächst hatte es von einem Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen geheißen, 60 Verletzte würden behandelt, 16 davon mit schweren oder schwersten Verletzungen. Er hatte auch gesagt, es sei nicht ausgeschlossen, dass um die Mittagszeit und somit zum Schulende viele Schüler in der Bahn waren. Am Samstag beginnen in Bayern die Pfingstferien.

»Die Menschen werden durch die Fenster gezogen«, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Unter den Verletzten seien alle Altersgruppen, darunter auch Kinder. Die Dimension des Unglücks sei noch überhaupt nicht abzuschätzen, so der Polizeisprecher. Zwölf Rettungshubschrauber kreisten über der Gegend.

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Das Bahnunglück in den Loisachauen

Foto: NETWORK PICTURES / AFP

Nach SPIEGEL-Informationen handelt es sich bei dem verunglückten Zug um die von der DB Regio betriebene Regionalbahn RB 59458 von Garmisch-Partenkirchen nach München Hauptbahnhof. Nach ersten Meldungen waren kurz nach der Abfahrt aus dem Startbahnhof gegen 12.15 Uhr mehrere Doppelstockwagen entgleist, drei davon kippten offenbar um. Der Triebwagenfahrer soll eingeklemmt worden sein.

Die Unglücksstelle befindet sich offenbar im Gemeindeteil Burgrain in den Loisachauen auf einem eingleisigen Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Oberau.

Vollalarm ausgelöst

Feuerwehr, Notärzte und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. »Es wurde Vollalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst«, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle im Oberland. Mehrere Verletzte würden in Krankenhäuser gebracht.

Der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag, sagte, erste Leichtverletzte seien geborgen. Sie würden in einem nahe gelegenen Gebäude gesammelt. Auch Angehörige seien schon vor Ort.

Die Bahn sperrte die Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberau. Züge aus Richtung München wenden vorzeitig in Oberau.

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Aus Richtung Mittenwald wenden die Züge vorzeitig in Garmisch-Partenkirchen. Ersatzverkehr sei in Planung, heißt es auf Twitter.

Die Bahn sprach den Angehörigen der Opfer ihr tiefes Mitgefühl aus. Einsatzkräfte und Mitarbeiter der DB seien am Unfallort. Die Ursache für das Unglück sei noch unklar.

Verkehrsminister Wissing spricht von »Katastrophe«

Bundesverkehrsminister Volker Wissing äußerte sich bestürzt. »Die Bilder, die uns in diesen Stunden aus Garmisch-Partenkirchen erreichen, sind dramatisch«, sagte der FDP-Politiker in Berlin: »Aktuell lässt sich das gesamte Ausmaß der Katastrophe nur erahnen. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Verletzten. Wir stehen im engen Austausch mit der Bahn und unterstützen, wo wir können. Unsere Experten sind bereits vor Ort, um gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden die Unfallursache zu untersuchen.«

Ilse Aigner, Präsidentin des bayerischen Landtags bedankte sich bei den Einsatzkräften. »Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der tödlich Verunglückten«, so Aigner: »Ihnen wünsche ich viel Kraft; den Verletzten schnelle, gute Genesung.«

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Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Florian von Brunn schieb: »Furchtbare Nachrichten aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und den Freunden/innen der Opfer. Meine Gedanken sind bei den Verletzten. Vielen Dank an die Rettungskräfte – und Kraft für diesen schweren Einsatz.«

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Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter machte sich auf den Weg zur Unglücksstelle.

jpz/ptz/dpa/AFP
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