Gefährlicher Faltenkiller Vier Botox-Patienten schwer erkrankt

Der Wunsch nach einem faltenfreien Gesicht hat für vier Amerikaner ein böses Ende genommen. Nach einer Behandlung mit dem Nervengift Botox sind die Patienten an der lebensgefährlichen Krankheit Botulismus erkrankt.


Patientin bei Botox-Injektion: Faltenbehandlung mit Risiko
DPA

Patientin bei Botox-Injektion: Faltenbehandlung mit Risiko

New York - Die Patienten sind einem Bericht des Fernsehsenders CNN zufolge in kritischem, inzwischen aber stabilem Zustand. Sie hatten sich alle in der vergangenen Woche in derselben Klinik in Florida Botox injizieren lassen. Ursache für die Erkrankungen sind nach Angaben des "Wall Street Journal" möglicherweise illegale Importe des Wirkstoffes.

Das Mittel Botox ist ein Abkömmling des Giftes, das Botulismus hervorruft. Botulismus ist eine seltene, aber höchst gefährliche Krankheit, die Lähmungen von Muskeln, Augen und Atemwegen hervorruft. Die gewollten Folgen von Botox-Injektionen sind weitaus schwächer: Sie lähmen die Gesichtsmuskulatur - etwa in der Stirn - und sind bis zu sechs Monate gegen Mimikfalten wirksam. Nach Angaben des Herstellers sind die vier Patienten die weltweit ersten bekannt gewordenen Fälle, bei denen Botulismus durch das Spritzen von Botox ausgelöst wurde.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.