Gegen den Trend zum Haustier Shanghai führt Ein-Hund-Politik ein

Hunde werden in Shanghai als Haustier immer beliebter: Rund 800.000 sollen es inzwischen in der chinesischen Metropole sein. Die Stadtverwaltung sieht darin zunehmend ein Problem - und setzt nun auf strenge Regulierung.

Hunde in China: Strenge Regulierung der immer beliebter werdenden Haustiere
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Hunde in China: Strenge Regulierung der immer beliebter werdenden Haustiere


Shanghai - Inspiriert von der staatlichen Ein-Kind-Politik hat die Verwaltung der chinesischen Metropole Shanghai ein Gesetz gegen die Überbevölkerung mit Haustieren erlassen. Mit einer Ein-Hund-Politik soll die Zahl der Vierbeiner in den Familien der 20-Millionen-Einwohner-Stadt reduziert werden, berichtete die staatliche Zeitung "China Daily" am Donnerstag.

Ein entsprechendes Gesetz werde am 15. Mai in Kraft treten, hieß es. Demnach müssen Welpen künftig bis zum Alter von drei Monaten an eine Familie ohne Hund oder an eine regierungseigene Hunde-Adoptionsstelle abgegeben werden.

Abschied von seinem Gefährten muss allerdings niemand nehmen: Wer schon zwei oder mehr offiziell registrierte Hunde besitzt, darf sie behalten. In mehreren Städten des Landes gibt es bereits seit einigen Jahren ähnliche Beschränkungen.

In der wachsenden chinesischen Mittelschicht erfreuen sich Hunde zunehmender Beliebtheit. Im boomenden Shanghai sollen Schätzungen zufolge 800.000 Hunde leben, allerdings ist nur etwa ein Viertel von ihnen registriert. Die Stadtverwaltung sieht in den Hunden - und deren Ausscheidungen - zunehmend ein Problem für die Umwelt.

Mit der Ein-Kind-Politik hat die kommunistische Führung Chinas vor 30 Jahren eine Maßnahme zur Bevölkerungskontrolle eingeführt. Nach Angaben der chinesischen Familienplanungsbehörde würde das mehr als 1,3 Milliarden Einwohner zählende Land ohne die Vorgabe 400 Millionen Bürger mehr zählen.

wit/AFP



insgesamt 7 Beiträge
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picard95, 24.02.2011
1. Gute Idee
Wäre auch für Berlin (Dog Shit City) nicht Schlecht. Meine alte Heimatstadt ist je praktisch komplett zugeschissen was Bürgersteige und Grünanlagen angeht (ausser Britzer Garten und Botanischer Garten weil keine Hunde erlaubt sind). Aber Wowereit lässt das Geld (Bussgelder) praktisch ungenutzt liegen. Bei 50 Euro oder wahlweise 10 Stunden Hundekot einsammeln pro Haufen würde man das Problem vielleicht mal in den Griff bekommen.
BonChauvi 24.02.2011
2. Gegen den Trend zum Haustier
Wäre ich Chinese, würde ich mir einen möglichst grßen Hund zulegen - den kann man wenigstens portionsweise einfrieren.
felix1961 24.02.2011
3. Prima,...
... dass China so entschieden gegen sein größtes Umweltproblem vorgeht;-)
steffinti 24.02.2011
4. Hundekot
Zitat von picard95Wäre auch für Berlin (Dog Shit City) nicht Schlecht. Meine alte Heimatstadt ist je praktisch komplett zugeschissen was Bürgersteige und Grünanlagen angeht (ausser Britzer Garten und Botanischer Garten weil keine Hunde erlaubt sind). Aber Wowereit lässt das Geld (Bussgelder) praktisch ungenutzt liegen. Bei 50 Euro oder wahlweise 10 Stunden Hundekot einsammeln pro Haufen würde man das Problem vielleicht mal in den Griff bekommen.
Ich vermute ja mal, dass das Hundekotproblem nicht an der Anzahl der Hunde pro Halter liegt, sondern vielmehr darin, dass den meisten Menschen im wahrsten Sinne des Wortes einfach alles scheißegal ist. Ich hab selbst einen großen Hund, der jede Menge Kot produziert, da wär ich ja schön blöd, die ganzen Haufen liegen zu lassen, dann wäre nämlich in kürzester Zeit meine gesamte Nachbarschaft zugeschissen. An der Einstellung der Hundehalter sollte sich was ändern. Ist aber immer schwierig "erwachsene" Menschen zu erziehen.
c++ 24.02.2011
5. .
Zitat von picard95Wäre auch für Berlin (Dog Shit City) nicht Schlecht. Meine alte Heimatstadt ist je praktisch komplett zugeschissen was Bürgersteige und Grünanlagen angeht (ausser Britzer Garten und Botanischer Garten weil keine Hunde erlaubt sind). Aber Wowereit lässt das Geld (Bussgelder) praktisch ungenutzt liegen. Bei 50 Euro oder wahlweise 10 Stunden Hundekot einsammeln pro Haufen würde man das Problem vielleicht mal in den Griff bekommen.
Das dürfte das geringste Problem Berlins sein. Ohne Hundesteuer würde es ihnen noch dreckiger gehen. Da freut sich Wowi über jeden Hundehaufen, den er sieht, denn er weiß, hinter jedem Hundehaufen steht Steuerkraft.
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