Gegen die Kälte Bäume in Ohio bekommen Strickpullis

Dafür muss eine alte Frau lange stricken: In einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Ohio müssen Bäume nicht frieren. Die Einwohner lassen die Nadeln klappern - und freuen sich an dem bunten Anblick angezogener Stämme und Äste.


Yellow Springs - Ihr Anblick ist eine wahre Pracht: Besucher lassen sich vor den bunten Stämmen fotografieren, während Einwohner weitere Teile annähen. Aus kleinen gestrickten Taschen schauen Familienfotos, Gedichte und Witze heraus. Diese Art der Kunst im öffentlichen Raum liegt im Trend: Auch in Indiana erhielten 33 Bäume Strickpullover, in West Virginia mussten sogar Türklinken herhalten und in Houston wurden Parkbänke bestrickt.

Eigentlich sollen die Überzüge Ende April verschwinden, allerdings wollen einige Fans den ungewöhnlichen Baumschmuck erhalten. In Ohio wurde der erste Baum im Oktober bestrickt - aber erst seit Anfang Februar wird es so richtig bunt auf den Wipfeln. Seither, sagt Organisatorin Corrine Bayraktaroglu, wäre es "losgegangen wie verrückt".

"Die Leute sind von überall her gekommen, um ihre Teile an die Bäume zu nähen. Von einem Stuhl, über einen Tritt bis zu einer Leiter stiegen die Bewohner immer höher, um die Bäume auch ordentlich anzuziehen. "Die Leute werden sauer sein, wenn wir die Dekoration einfach Ende April abbauen", sagt Bayraktaroglu.

han/AP



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