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INTERNET Geh zur Kasse!

aus DER SPIEGEL 51/2009

Eigentlich ist das Einkaufen online verführerisch einfach: Man vergleicht die Angebote, klickt die Ware in den Einkaufswagen und geht zur Kasse. Das Verfahren ist so simpel, dass Versandhäuser seit Jahren zweistellige Online-Zuwachsraten melden. Allerdings gibt es Kunden, die es mit dem Einkaufswagen nicht zur Kasse schaffen - häufig aus Angst, sie könnten das Produkt auf einer anderen Seite noch billiger entdecken. Die Wirtschaftskrise hat diesen Trend offenbar verstärkt. Viele Kunden, klagen Firmen, füllen ihren Einkaufswagen nur noch, um sich über Steuern oder Lieferbedingungen zu informieren. Einzelne Online-Anbieter klagen über bis zu 30 Prozent weniger Käufer. Die Unternehmen haben sich deshalb Tricks einfallen lassen. Einige nehmen Angebote nach einer Frist von der Website, andere drängeln zum Kaufabschluss, indem sie darauf hinweisen, dass das Produkt beinahe ausverkauft sei. Größer als die Sorge vor einer voreiligen Entscheidung müsse die Angst der Kunden sein, sie könnten durch Zaudern eine Chance verpassen.

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