Geheimer Einsatz Seelöwen sollen Kriegsdienst leisten

Im Kampf gegen den irakischen Despoten Saddam Hussein greifen die USA möglicherweise tief in die Trickkiste: Dressierte Seelöwen sollen am persischen Golf eingesetzt werden, um Kriegsschiffe vor feindlichen Angriffen zu schützen.


Hamburg - Die USA testen derzeit im persischen Golf eine neue Geheimwaffe, mit der sie ihre Flotte vor möglichen Angriffen schützen wollen: Seelöwen. Die Säugetiere verfügen über ausgezeichnete Fähigkeiten - sie sind wahre Meister im Lang- und Tieftauchen, können unter Wasser exzellent sehen und hören und sind lernwillig.

Mehrere der intelligenten Schwimmer, die von der US-Navy in Kalifornien ausgebildet wurden, sollen künftig um US-Schiffe und Flugzeugträger im Golf patrouillieren, berichten mehrere Medien am Freitag, darunter der "Buenos Aires Herald". Ziel des Einsatzes ist es, feindliche Schwimmer oder Taucher aufzuspüren, die unter der Wasseroberfläche Bomben an den Schiffen befestigen wollen.

Die Seelöwen tragen eine Art Rucksack auf dem Rücken, der Signalfarbe enthält, erklärte der verantwortliche Leutnant Josh Frey. Die Säugetiere seien darauf trainiert, Saboteure mit der Nase anzustupsen. Bei Körperkontakt werde sofort die Farbbombe ausgelöst. Von Deck der Schiffe können die Angreifer dann durch die an die Wasseroberfläche steigenden Markierungen geortet, festgenommen und befragt werden.

Die Seelöwenstaffel werde zunächst in Bahrein eingesetzt. Die Frage, ob die Tiere im Falle eines Golfkriegs zum Einsatz kommen werden, ließ Frey offen: Die Navy kommetiere mögliche zukünftige Einsätze nicht.

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