Geheimer Truppenbesuch Prinz William fliegt nach Afghanistan

Das Militärflugzeug steuerte er selbst, seine Mission war streng geheim: Unbeobachtet von der Weltöffentlichkeit hat Prinz William die britischen Truppen am Hindukusch besucht. Beruhigend für die Royals - der königliche Pilot brachte seine Mission "reibungslos über die Bühne".


London - Hoher Besuch für die britischen Soldaten: Prinz William hat seine Kameraden in Afghanistan besucht - drei Stunden verbrachte der 25-Jährige bei seinem Geheimbesuch bei der Truppe in Kandahar.

Geheimbesuch bei der britischen Truppe in Afghanistan: Prinz William
AP/ MoD

Geheimbesuch bei der britischen Truppe in Afghanistan: Prinz William

Der ausgebildete Pilot der Königlichen Luftwaffe sei streckenweise selbst mit einem Militärflugzeug vom Typ C-17 Globemaster in das Kriegsland geflogen. Das teilte das Büro von Prinz Charles in der Nacht zum Mittwoch in London mit. William sei anschließend nach Katar weitergeflogen.

Insgesamt habe der aus Sicherheitsgründen geheim gehaltene Trip 30 Stunden gedauert. Williams Großmutter, Queen Elizabeth II., und sein Vater Prinz Charles hätten ihr Einverständnis gegeben.

William habe sich durch den Besuch an der Front mit den Vorgängen bei der Königlichen Luftwaffe vertraut machen sollen, teilte Prinz Charles' Büro mit. Der Besuch sei ein "Erfolg" gewesen und "reibungslos über die Bühne gegangen". Im als gefährlich geltenden Süden Afghanistans sind rund 8000 britische Soldaten stationiert.

Anders als sein jüngerer Bruder Harry, 23, der zu Beginn dieses Jahres am Hindukusch weilte, war William nicht im Fronteinsatz. Für einen künftigen britischen König ist der Kriegseinsatz auch in Zukunft unwahrscheinlich.

Als Ende Februar publik geworden war, dass sich Harry in Afghanistan aufhielt, war der Einsatz nach zehn Wochen aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen worden. Einige Medien hatten zwar von dem Einsatz gewusst, ihnen war jedoch eine Nachrichtensperre auferlegt worden. Harry hatte bei seiner Rückkehr betont, sein Bruder wolle ebenfalls gerne nach Afghanistan.

William stand erst kürzlich in der Kritik, weil er mehrmals einen Militärhubschrauber für Trainingsflüge zu privaten Zielen benutzt hatte. Unter anderem war er im Garten seiner Freundin Kate Middleton gelandet und zu einem Junggesellenabschied geflogen.

hen/dpa/AP



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