Gelb statt Orange US-Regierung senkt Terror-Alarmstufe

Die Bedrohung durch Terroranschläge hat aus Sicht der US-Behörden abgenommen. Die Regierung in Washington hat den nationalen Terroralarm herabgestuft.


Washington - Die unmittelbare Bedrohung sei vorbei, sagte Heimatschutzminister Tom Ridge bei einer Pressekonferenz in Washington. "Ich weiß, wir alle sind froh, dass nichts passiert ist", sagte Ridge.

Nach geheimdienstlichen Erkenntnissen gebe es weniger glaubwürdige Hinweise auf einen möglichen Anschlag als vor den Feiertagen. Das bedeute aber nicht, dass nicht weiterhin Gefahren bestünden. Ridge zufolge wird es deshalb in bestimmten Regionen und bestimmten Bereichen innerhalb des privaten Sektors weiterhin verstärkte Sicherheitsmaßnahmen wie während der Zeit des "Code Orange" geben. So sollen etwa die zum Jahreswechsel verhängten Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen zunächst in Kraft bleiben, verlautete aus dem Ministerium.

Die Anhebung auf Orange war am 21. Dezember erfolgt, zum fünften Mal seit der Einführung des Alarmsystems im März 2002. Einige Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums vermuten wegen der zahlreichen Hinweise auf terroristische Aktivitäten mittlerweile, das Terrornetzwerk al Qaida verbreite gezielt Fehlinformationen. Andere hielten die Häufung der Hinweise für zu stark, als dass es sich um eine Desinformationskampagne gehandelt haben könnte.

Während der Orange-Periode konzentrierten sich die Sicherheitsbehörden insbesondere auf mögliche Anschläge mit Passagierflugzeugen, wie sie am 11. September 2001 verübt worden waren. Zahlreiche internationale Flüge in die USA wurden in den vergangenen Tagen gestrichen. Mehrfach wurden Passagiere stundenlang festgehalten und überprüft.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.