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12. Juni 2001, 16:48 Uhr

Geldprobleme

Ministerpräsident Koch scheitert am Automaten

Politiker sind im Unterschied zu Intellektuellen eigentlich Männer der Tat. Dennoch gelten sie häufig als praxisfern. Dies bestätigt jetzt die Ehefrau des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

Freut sich, dass sich seine Frau um sein Geld kümmert: Roland Koch
REUTERS

Freut sich, dass sich seine Frau um sein Geld kümmert: Roland Koch

München - Der wegen der Schwarzkontenaffäre der Hessen-CDU in die Kritik geratene Roland Koch ist finanziell von seiner Frau abhängig. "Ich bekomme Taschengeld bar ausgezahlt", sagte er in einem Interview der "Bunte". Seine Frau Anke erhalte die Gehaltsabrechnung und verfüge über das Geld. "Ich vermute mal, dass sie unser Geld auf einem Konto verwaltet. Aber damit endet auch schon meine Kenntnis", sagte der 43-Jährige.

Frau Koch erzählte dem Blatt, dass ihr Mann sich nie Bargeld aus dem Automaten hole. "Das kann er doch gar nicht." Die Höhe des Taschengelds verriet das Ehepaar nicht. Hessens Ministerpräsidentengattin betonte, sie sei sparsam und kaufe in Billig-Supermärkten ein. "Unsere Kinder wurden auch in der Textilabteilung von Aldi eingekleidet", sagte die 42-Jährige stolz.

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