"Genitale Fingerabdrücke" Frankreichs Innenminister patzt bei Interview

Erst "Fellatio", nun die "genitalen Fingerabdrücke": Schon wieder hat sich ein französischer Politiker mit einem kuriosen Versprecher den Spott seiner Landsleute zugezogen. Diesmal traf es Innenminister Brice Hortefeux.

Frankreichs Innenminister Brice Hortefeux: Kurioser Versprecher
AFP

Frankreichs Innenminister Brice Hortefeux: Kurioser Versprecher


Paris - Ein großes Interview war versprochen, gleich mehrere französische Medien hatte Innenminister Brice Hortefeux am Sonntagabend zu einem ausführlichen Gespräch eingeladen. Umso peinlicher war, was dann passierte: Der Minister diktierte den Reportern etwas von "genitalen Fingerabdrücken" in die Aufnahmegeräte. Ein Lapsus, der am Montag in unzähligen Blogs und auf Internetseiten wiederholt wurde.

"Es gibt zwei wichtige Dateien", hatte Hortefeux gesagt. "Die Datei der genitalen Fingerabdrücke und die Datei der genetischen Fingerabdrücke."

Offenbar meinte der Minister den Unterschied zwischen Polizeidateien mit den Fingerabdrücken Verdächtiger (digitale Dateien) und Datenbanken mit DNA-Angaben (genetische Dateien) und vermischte beides zu dem Phantasiewort "genitale".

Der Lapsus erinnerte an einen Versprecher der früheren französischen Justizministerin Rachida Dati von Ende September: Sie hatte in einem Fernsehinterview den Begriff Inflation mit "Fellatio" (Oralsex) verwechselt und gesagt: "Wenn ich sehe, wie einige auf Gewinne von 20 bis 25 Prozent aus sind - in einer Zeit, in der es fast keine Fellatio gibt ..."

kng/AFP



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