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Brückenbau in Genua: "Ein Schiff, das das Tal durchfährt"

Foto: EPA/LUCA ZENNARO

Ein Jahr nach Einsturz Brücke in Genua soll im April 2020 fertig sein

Als die Morandi-Autobahnbrücke im August 2018 einstürzte, starben in Genua 43 Menschen. Nun nimmt die neue Brücke Gestalt an. Sie soll einem "Schiff, das das Tal durchfährt" ähneln.

Mehr als ein Jahr nach dem Unglück mit 43 Toten in Genua schreitet der Bau einer neuen Autobahnbrücke fort. Am Dienstag begann die Installation des ersten neuen Streckenabschnitts. Bis kommenden April werde die Autobahnbrücke wieder aufgebaut sein, versprach Marco Bucci, der Bürgermeister der italienischen Stadt und Kommissar für den Wiederaufbau.

Kräne zogen ein 50 Meter langes und 500 Tonnen schweres Stahlstück 40 Meter in die Luft, um es auf zwei Pfeiler zu heben. Der Vorgang sollte bis zu fünf Stunden dauern.

Das neue Viadukt hat der Stararchitekt Renzo Piano entworfen, der aus Genua stammt. Es solle einem "Schiff, das das Tal durchfährt" ähneln, sagte Piano. "Es ist die richtige Idee, Genua ist eine Stadt des Meeres."

Die Morandi-Autobahnbrücke war am 14. August 2018 eingestürzt. Ein etwa 180 Meter langes Stück der Fahrbahn war während eines Unwetters in die Tiefe gestürzt - mit ihr Fahrzeuge und deren Insassen. Noch immer ist nicht aufgeklärt, wie es zu der Tragödie kommen konnte.

Ermittelt wird gegen mehr als 70 Menschen und gegen den Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia, der über den Konzern Atlantia von der Familie Benetton kontrolliert wird. Der Atlantia-Chef war im September zurückgetreten. Die Millionen-Abfindung für ihn rief bei den Hinterbliebenen Empörung hervor.

bam/dpa
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