Gerichtsentscheid Prinz Ernst August stoppt Lucky-Strike-Kampagne

Prinz Ernst August von Hannover hat vor Gericht durchgesetzt, dass die neuesten Werbeplakate für Lucky Strike abhängt werden müssen. Darauf war eine zerknüllte Zigarettenschachtel und der Slogan "War das Ernst? oder August?" zu sehen.


Prinz Ernst August von Hannover
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Prinz Ernst August von Hannover

Hamburg - "Es bedarf nicht des vollen Namens, um zu wissen, welcher Prinz damit gemeint ist. Das stellt eine Verballhornung des Namens dar", sagte der Richter der Pressekammer des Hamburger Landgerichts am Freitag. Damit wurde eine einstweilige Verfügung des Prinzen gegen den Zigarettenkonzern British American Tobacco (BAT) bestätigt.

Gegen die einstweilige Verfügung hatte der Konzern Widerspruch eingelegt. Mit "Ernst" sei das Gegenteil von Spaß gemeint und auch mit "August" sei ein Wortspiel möglich. Zur Verteidigung legte der Anwalt des Konzerns einen Nachweis des Hamburger Einwohnermeldeamtes vor: Es gebe auch andere, die Ernst oder August hießen.

Aber gerade in Verbindung mit der zerknüllten Schachtel sah die Kammer einen Hinweis auf den Prinzen und "die Tätlichkeiten in der Vergangenheit". "Das habe ich erwartet", sagte nach dem Verfahren der Medienrechtler Matthias Prinz, der den Adeligen vor Gericht vertrat. "Es muss sich keiner gegen seinen Willen für die Werbung missbrauchen lassen."



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