Absturz in den Alpen Germanwings gibt persönliche Gegenstände der Opfer frei

Den Angehörigen der Opfer des Germanwings-Absturzes steht eine schwierige Prozedur bevor. Knapp sechs Monate nach der Katastrophe können sie auf einer Webseite nach Gegenständen suchen, die an der Unglücksstelle gefunden wurden.

Absturzstelle in den französischen Alpen: Helfer bei der Bergung von Fundstücken
AFP

Absturzstelle in den französischen Alpen: Helfer bei der Bergung von Fundstücken

Von


Die Angehörigen der Germanwings-Katastrophe können seit dem 15. September nach Gegenständen ihrer Verwandten suchen. Die Anwälte der Airline informierten die Hinterbliebenen, dass sie die an der Absturzstelle gefundenen Gegenstände, die noch nicht klar einzelnen Personen zugeordnet werden konnten, auf einer Webseite zugänglich gemacht haben.

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 39/2015
Merkels Politik entzweit Europa

Für die Angehörigen wird die Suche auf der Webseite, die nur mit einem Passwort zugänglich ist, zwar eine schmerzhafte Erinnerung an ihren Verlust. Gleichwohl drängten viele Angehörige der deutschen Opfer auf eine Freigabe der Gegenstände wie Kleidung aber auch Fotokameras oder Handys, da sie diese als letzte Erinnerung sehen. Wer nun auf der Webseite bekannte Gegenstände sieht, kann sich bei Germanwings melden.

Die Fluggesellschaft hatte alle Fundstücke von der Absturzstelle durch den Dienstleister Kenyon International einsammeln, fotografieren und katalogisieren lassen. Bis auf die Speicherkarten der Handys und Kameras sollen sie den Angehörigen ausgehändigt werden. Die Speichermedien werden vorerst noch von der französischen Justiz festgehalten, falls man auf ihnen Beweise finden kann, die den Tathergang erhellen.

Der Germanwings-Flug 4U9525 war am 24. März in den Alpen vom Kopiloten Andreas Lubitz absichtlich zum Absturz gebracht worden. Alle 150 Menschen an Bord starben.

Lubitz hatte sich wegen Depressionen im Januar dieses Jahres in Psychotherapie begeben. Dies geht aus Vermerken der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hervor, die DER SPIEGEL einsehen konnte.

(Lesen Sie mehr zum Thema hier im neuen SPIEGEL.)

SPIEGEL TV Reportage

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.