Absturz-Tragödie in Frankreich Ermittler schließen technischen Defekt nicht aus

Nach dem Crash von Flug 4U9525 deutet alles auf die Schuld des Co-Piloten hin. Die französischen Ermittler betonten dennoch, dass auch ein technischer Fehler immer noch nicht als Unglücksursache ausgeschlossen werden kann.
Ermittler Michel in Düsseldorf: Hypothese einer technischen Ursache gilt weiter

Ermittler Michel in Düsseldorf: Hypothese einer technischen Ursache gilt weiter

Foto: SASCHA SCHUERMANN/ AFP

Düsseldorf/Paris - Französische Ermittler untersuchen nach dem Absturz der Germanwings-Maschine auch die Möglichkeit eines technischen Defekts. "Derzeit kann die Hypothese eines technischen Fehlers nicht ausgeschlossen werden", sagte der Chef der in Düsseldorf eingesetzten französischen Ermittler, Jean-Pierre Michel, dem französischen Sender BFMTV.

Die Ermittlungen gingen voran, es fehlten aber noch "technische Details". Bei den gemeinsamen Ermittlungen sollten Erkenntnisse vom Absturzort und dem Flugverlauf mit Ergebnissen der deutschen Ermittler verbunden werden, sagte Michel.

Am Absturzort in den französischen Alpen wird weiter nach dem zweiten Flugschreiber gesucht.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Co-Pilot der Germanwings-Maschine den Airbus zum Absturz gebracht haben. Er hatte nach Erkenntnissen der Ermittler vor seinem Arbeitgeber Germanwings eine Erkrankung verheimlicht. Die Fahnder entdeckten in der Wohnung des 27-Jährigen "zerrissene, aktuelle und auch den Tattag umfassende Krankschreibungen", wie die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Freitag mitteilte.

Über die genaue Art der Erkrankung wurde nichts mitgeteilt, die Ermittler hatten aber Hinweise auf ein psychisches Leiden gefunden. Ein Abschiedsbrief oder ein Bekennerschreiben wurden nicht gefunden.

fab/dpa
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