Dank 9-Euro-Ticket Punks besuchen Sylt

Einmalige Gelegenheit: Viele Touristen sind mit dem Sonderfahrschein der Bahn nach Sylt gefahren, darunter auch 50 bis 80 Punker. Sie machten es sich auf Promenaden und vor Supermärkten gemütlich.
Punker auf Sylt: Die Situation auf der Insel? »Entspannt«, sagt Bürgermeister Nikolas Häckel

Punker auf Sylt: Die Situation auf der Insel? »Entspannt«, sagt Bürgermeister Nikolas Häckel

Foto: Fabian Bimmer / REUTERS

Auf Sylt sind am Pfingstsamstag zahlreiche Touristen und Tagesgäste mit der Bahn eingetroffen, darunter auch 50 bis 80 Punks. Sie haben es sich auf den Promenaden und vor Supermärkten gemütlich gemacht.

Die Züge seien brechend voll, auch die Autozüge ausgebucht, berichtete ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmittag. Viele Bahnreisende seien in Partystimmung angekommen. Dank des 9-Euro-Tickets lässt es sich derzeit bundesweit sehr günstig verreisen. 

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Sylts Bürgermeister Nikolas Häckel (parteilos) sagte am Samstagnachmittag, es sei auf der Insel nur punktuell voller, die Situation sei entspannt. Die Polizei sei in den relevanten Gebieten auf Streife.

Ein Polizeisprecher hatte zuvor betont, die Lage auf Sylt sei ruhig. Auch in der Nacht habe es keine größeren Einsätze gegeben. Eine Gruppe von 50 bis 80 Punks, die schon einige Tage auf der Insel seien, sei mal »ein wenig laut gewesen«, aber auch das sei nichts Besonderes. Einem Bericht im »Hamburger Abendblatt« zufolge zeigte sich ein Gastwirt verzweifelt, vor dessen Lokal die Punks lagerten und der deswegen kaum Gäste hatte.

In den vergangenen Tagen war in den sozialen Medien in der Debatte über das 9-Euro-Ticket viel über Sylt gesprochen worden. Auch Aufrufe linker Gruppen im Netz, die Insel zu »entern«, machten schnell die Runde.

ktz/dpa
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