Nach Hurrikan "Dorian" Auch "Humberto" nimmt Kurs auf Bahamas

Der Sturm "Dorian" verwüstete weite Teile der Bahamas, forderte Tote und Verletzte. Nun kündigt sich bereits ein neuer Sturm an: "Humberto" nimmt Kurs auf die Inseln und könnte sich zum Hurrikan entwickeln.

Satellitenaufnahme von "Humberto": Der Tropensturm nimmt Kurs auf die Bahamas
NOAA HANDOUT/ EPA-EFE/ REX

Satellitenaufnahme von "Humberto": Der Tropensturm nimmt Kurs auf die Bahamas


Erst zwei Wochen ist es her, dass der Hurrikan "Dorian" über die Bahamas hinwegfegte. Nun kündigt sich der nächste Tropensturm an. "Humberto" nahm in der Nacht zum Samstag Kurs auf die verwüsteten Inseln Grand Bahama und Abaco. Das teilte das US-Hurrikanzentrum mit.

Demnach könnte sich "Humberto" binnen zwei oder drei Tagen zu einem Hurrikan entwickeln. Es wird damit gerechnet, dass der Tropensturm im Verlauf des Wochenendes weiter nördlich in Richtung des US-Bundesstaats Florida zieht. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, gehen Meteorologen davon aus, dass "Humberto" die Ostküste Floridas eher nicht erreichen werde.

Der Wetterdienst auf den Bahamas erklärte, es sei mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h und Starkregen zu rechnen. Das könne zu neuen Überschwemmungen auf den Inseln führen. Carl Smith, Sprecher der Katastrophenschutzbehörde auf den Bahamas, warnte, der Sturm könne die Aufräum- und Rettungsarbeiten auf Grand Bahama und Abaco beeinträchtigen.

Die Aufräumarbeiten nach "Dorian" auf den Bahamas könnte durch "Humberto" beeinträchtigt werden
Ramon Espinosa/AP/dpa

Die Aufräumarbeiten nach "Dorian" auf den Bahamas könnte durch "Humberto" beeinträchtigt werden

Der Wirbelsturm "Dorian" war am 1. September mit Windstärken von bis zu 300 km/h über die Bahamas hinweggefegt, dabei starben nach neuen Angaben der Katastrophenschutzbehörde mindestens 52 Menschen. Rund 1300 gelten weiterhin als vermisst. Laut Behördensprecher Smith sind auf der Insel Grand Bahama rund 70 Menschen in Notunterkünften untergebracht, auf New Providence mehr als 2000.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Guterres macht auf Folgen des Klimawandels aufmerksam

Am Freitagabend traf Uno-Generalsekretär António Guterres auf den Bahamas ein. Er wolle mit seinem Besuch seine Solidarität mit der Bevölkerung zeigen und über ihre weitere Unterstützung sprechen, erklärte Guterres auf Twitter. "Die Vereinten Nationen stehen Ihnen bei", schrieb er.

In einigen Gebieten seien 75 Prozent aller Gebäude von dem Hurrikan zerstört worden, erklärte Guterres. Krankenhäuser seien Ruinen, Schulen lägen in Trümmern. "Tausende Menschen werden weiterhin Hilfe mit Lebensmitteln, Wasser und Unterkünften benötigen."

Bei seinem Besuch machte Guterres auf die Notwendigkeit aufmerksam, etwas gegen den Klimawandel zu tun. "In unserer neuen Ära der Klimakrise haben Hurrikane und Stürme einen Turbomotor", sagte Guterres. Sie hätten eine größere Intensität und Häufigkeit - "ein direktes Ergebnis wärmerer Ozeane".

mst/dpa/AP



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