Verkehrsunfall auf der A3 Geldstrafen für 20 Gaffer

Erneut haben Gaffer bei einem Unfall die Rettungskräfte behindert. Die Polizei verhängte gegen 20 Personen Geldstrafen - sie hatten die Unfallstelle gefilmt und Fotos gemacht.
Rettungsfahrzeuge nach einem Unfall auf der Autobahn (Archivbild)

Rettungsfahrzeuge nach einem Unfall auf der Autobahn (Archivbild)

Foto: Daniel Reinhardt/ picture alliance / dpa

Die Polizei hat 20 Gaffer verwarnt und zur Kasse gebeten, weil sie bei einem Unfall die Rettungskräfte behindert haben. Die Menschen filmten die Unfallstelle mit ihren Handys und machten Fotos. Daraufhin mussten sie jeweils 60 Euro zahlen, wie die Polizei mitteilte.

Da die Gaffer am Freitagmorgen ihr Handy am Steuer nutzten, bekamen sie zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Bei dem Unfall auf der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Nürnberg und Altdorf war ein Wohnmobil auf einen Lastwagen aufgefahren. Dabei wurde ein Mensch leicht verletzt.

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder vor, dass Autofahrer im Stau die Rettungsgasse nicht frei hielten und beim Vorbeifahren an der Unfallstelle Videos machten. Besonders nach dem Busunglück in Nordbayern, bei dem 18 Menschen starben, wurden Gaffer heftig kritisiert. (Lesen Sie hier, wie Sie richtig eine Rettungsgasse bilden.)

"Es ist in der Tat unverantwortlich und beschämend, wenn auf der Gegenfahrbahn die Geschwindigkeit drastisch vermindert wird, um zu sehen, was passiert ist", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nach dem Busunfall im ARD-"Brennpunkt".

Seit Ende Mai gilt es als Straftat, bei Unglücksfällen vorsätzlich Einsatzkräfte zu behindern, die Hilfe leisten oder leisten wollen. Darauf steht nun Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Haft.

hej/dpa
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