Achtlingsgeburt Familie droht Zwangsversteigerung des Hauses

Nadya Suleman ist zurzeit eine der umstrittensten Frauen Amerikas: Die Alleinerziehende war bereits sechsfache Mutter, als sie sich entschied, Mehrlinge auszutragen. Nach der Geburt von Achtlingen droht der Familie nun die Zwangsversteigerung ihres Hauses.


Los Angeles - Die Familie der kalifornischen Achtlingsmutter Nadya Suleman ist hoch verschuldet und könnte bald das Haus verlieren, das sie mit den Kindern bewohnt.

Nach einem Bericht des US-Senders FoxNews hat Nadyas Mutter Angela Suleman, eine pensionierte Lehrerin, seit mehr als zehn Monaten die Hypothek für das Häuschen in der Ortschaft Whittier nicht bezahlt.

Ob die Familie mit den insgesamt 14 Kindern Sulemans wegen der drohenden Zwangsversteigerung bald auf der Straße steht, blieb zunächst offen. Die Lokalzeitung "Whittier Daily News" berichtete am Freitag, dass Nadya Suleman Interesse an einem Millionenobjekt in der Nachbarschaft bekundet habe. Die Villa mit einer 360 Quadratmeter großen Wohnfläche - inklusive Weinkeller, Kamin und Gourmetküche - soll fast 1,2 Millionen Dollar (umgerechnet rund 950.000 Euro) kosten.

Wie die 33 Jahre alte arbeitslose und unverheiratete Mutter von 14 Kindern diese Summe aufbringen will, beschäftigt auch die US-Medien.

Das Ortsblatt vermutet, dass Nadya Suleman im kommenden Halbjahr 1,6 bis 1,9 Millionen Dollar mit Interviews und Aufnahmen der Achtlinge verdienen könnte.

Der Boulevardsender Access Hollywood spekulierte über einträgliche TV-Sendungen mit der kinderreichen Familie. Nach anderen Medienberichten könnte die 14fache Mutter bereits mehr als 300.000 Dollar von verschiedenen Medien kassiert haben. Suleman hatte nach der Geburt der Achtlinge Ende Januar eine PR-Firma angeheuert, die inzwischen aber den Dienst quittiert hat.

Laut FoxNews schuldet Angela Suleman der Bank mehr als 23.000 Dollar für die Hypothek. Tochter Nadya lebte schon vor der Geburt der Achtlinge mit ihren sechs kleinen Kindern im Haus ihrer Mutter.

Sie teilte kürzlich im "US Magazine" mit, dass das Heim mit drei Schlafzimmern für ihre wachsende Familie zu klein geworden sei. "Wir müssen umziehen", sagte die Frau, die durch künstliche Befruchtung mit den Achtlingen schwanger geworden war. Für einige ihrer Kinder bezieht sie Sozialhilfe und wird zusätzlich von ihren Eltern unterstützt. Auf ihrer Web-Seite bittet die Mutter, deren Verhalten in den USA für Kontroversen sorgt, um Spenden.

Die Kalifornierin hatte sich die Embryonen in einer Klinik in Beverly Hills einpflanzen lassen. Die staatliche Gesundheitsbehörde prüft derzeit, ob der behandelnde Arzt seine medizinische Fürsorgepflicht verletzt hat. In Deutschland ist ein solcher Eingriff verboten. Nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz dürfen Ärzte einer Frau höchsten drei Embryonen pro Zyklus einsetzen. In den USA gibt es dagegen keine gesetzlich festgeschriebene Höchstgrenze.

pad/dpa



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