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13. Dezember 2018, 09:08 Uhr

Gesetzesvorschlag dementiert

Afghanistan lacht über 14-Sekunden-Gerücht aus Frauenministerium

Ein Gerücht amüsiert die Menschen in Afghanistan: Wer Frauen länger als 14 Sekunden anschaut, soll eine Strafe zahlen. Das Frauenministerium dementiert, während andere darüber Witze machen.

Für viel Spott und Witze hat in Afghanistan ein angeblicher Gesetzesvorschlag aus dem Frauenministerium gesorgt. Demnach soll mit 10.000 Afghani (rund 115 Euro) bestraft werden, wer eine Frau länger als 14 Sekunden ansieht. Das Frauenministerium erklärte zwar, dass es sich lediglich um Gerüchte handle - doch das allgemeine Gelächter war damit nicht mehr zu stoppen.

Frauen sollten nun immer eine Stoppuhr dabei haben, postete ein Nutzer im sozialen Netzwerk Facebook. Andere teilten ein Video, auf denen ein Mann mit einer großen Wanduhr in der Hand versteckt um die Ecke schielt. Ein anderer Mann fragt ihn, was er mache. Der Mann mit der Uhr antwortet: "Ich sehe meine Liebe an, aber ich muss aufpassen, dass es nur 13 Sekunden sind, weil 10.000 Afghani hat nicht mal mein Vater."

Der Vorschlag und die Witze darüber seien das Lustigste, das in den vergangenen 20 Jahren in Afghanistan passiert sei, sagte ein Bewohner von Kabul.

Andere Nutzer wollen sich um nichts in der Welt den angeblichen Vorgaben beugen - sie würden Frauen so lange ansehen, wie sie möchten, auch wenn sie dafür eine Strafe von einer Million Dollar bekämen. Manche Männer hatten auch folgenden Vorschlag parat: "Tragt Sonnenbrillen."

Allerdings ist unklar, woher die Idee stammt. Das afghanische Frauenministerium erklärte, dass die Berichte über den Gesetzesvorschlag unwahr seien.

Sexuelle Belästigung, etwa durch anzügliche Gesten, Äußerungen und körperliche Annäherungen sowie unerwünschte Berührungen sind auch in Afghanistan alltäglich.

sen/dpa

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